Steht der Maierhof des Klosters Benediktbeuern auf einer Keltenschanze?
(c) Thomas Riemer und Reinhold Lück, veröffentlicht in EFODON NEWS Nr. 5/1991
Aufgrund unserer Recherchen für das EFODON-Projekt 1 "Holzhausen" machten wir uns auf den Weg, die beiden Holznamen "Vormholz" und "Hinterholz" (1) in Benediktbeuern zu untersuchen. Nachdem wir die Umgebung gründlich abgesucht hatten, mutete Reinhold Lück eine große BS (Blind Spring) in Richtung dieses Maierhofes. Erste Begutachtung per Augenschein brachte sofort den Verdacht, dass dieses Gebäude auf einer Keltenschanze stehen müsse. Der radiästhetische Befund bestätigte dieses. Es sind, nach unseren derzeitigen Erkenntnissen, die typischen Merkmale einer Keltenschanze vorhanden (siehe Skizze).
1.) Die "Große BS" entsteht durch eine Verwerfung (1a), in der das Wasser bei 12 m Tiefe hereinkommt und dann auf 57 Meter abstürzt (45 m tief), mit 64 l/sec. Von dieser fließenden Wassersäule wurde eine Abzweigung hergestellt - die nicht natürlichen Ursprungs ist:
2.) Die "Schlaufe", eine ovale Wasserführung, einen Meter breit, 8 - 9,9 m tief, rechts-polarisiertes Wasser, 22 l/sec, gute Trinkwasserqualität. Exakt positioniert von der großen BS ausgehend.
3.) Über diese Wasserresonanz verläuft eine WL (Wachstumslinie) und führt zu einem der merkwürdigsten Phänomene:
4.) Eine "Vierermanipulation", die aus vier in den Boden vergrabenen Gegenständen herrührt, und welche sich als zwei runde und zwei quadratische Resonanzen zeigen. Die runden Resonanzen sind positiv, die eckigen negativ.
5.) Ganz in der Nähe ist die negative BS, eine Wasserresonanz von links polarisiertem Wasser, welches in einem Wasserlauf bei 51 m Tiefe hereinkommt, um in eine Verwerfung zu stürzen bis in eine Tiefe von 160 m, mit einer Wassermenge von 75 l/sec (das Wasser ist schwach schwefelhaltig).
6.) Eine große bogenförmige Wasserkurve, links-polarisiert, 16 l/sec bei ca. 56 m Tiefe.
7.) Einen "Kultschacht", auf einer BS (ohne Wasser!) mit Vorankündigung von ca. 11 m durchmessend (Resonanzen alle 20-30 cm), welcher durch die WL (8) eine Resonanz erzeugt. Ursache ist ein rundlicher Gegenstand in 11 m Tiefe. Die oberflächliche Resonanz ist leicht oval, der Gegenstand liegt nicht in der Schachtmitte, sondern am Rande. Die Schachtmündung beginnt zwischen 1,50 m und 1,70 m (ab Oberkante Fußboden).
Vor dem Maierhaus befindet sich noch eine "brunnenartige" Schachtmanipulation (10), die ca. 0,60 m (ab Oberkante Fußboden) beginnt und 0,70 m tief ist. Bei 1,30 m endet dieser künstliche Schacht, bei einem Durchmesser von etwa 1,60 m. Auch hier ist der Mittelpunkt exzentrisch. Dieser Schacht mit seiner artifiziellen Tonfüllung (AlSiO4) dient zur Erzeugung einer künstlichen WL (Wachstumslinie), die zu einer BS außerhalb des Maierhofes führt. Hier wurde allerdings die Schachtmanipulation beim Neubau des Gästehauses sachkundig ausgegraben und neben dem Gebäude wieder restauriert.
Außerhalb des Maierhofes befindet sich noch eine Schachtmanipulation (9), welche eine WL zur Anastasia-Kapelle erzeugt (siehe Foto).

Unterirdische Schachtmanipulation, jetzt ausgegraben und als Brunnen genutzt (Foto: (c) Geise)
Die Ausrichtung des Maierhofes ist nahezu exakt West-Ost, die Innenmaße:
58,20 x 114,05. Im Norden befindet sich, wie bei den Keltenschanzen, kein Tor! Eine Besonderheit stellt die (noch erhaltene) Pflasterung des Hofes im nordwestlichen Bereich dar. Bruch- und Natursteine sind hier entlang der wichtigsten radiästhetischen Linien verlegt, die heute noch gut auszumachen sind. Die Pflasterung an diesem Teil des Hofes, stammt aus der Zeit der Baustufe um 1710, als der Maierhof seine heutige Form bekam (2).
Im Januar 1708 berief Abt Magnus Pachinger den Pater Christoph Vogt aus Ottobeuren zur Planung des Oeconomiegebäudes (Maierhof). Im selben Jahr noch begann der Bau. Die vorher dort, an der Straße zur Kirche, befindlichen Schuppen und Stallungen wurden abgerissen. 1716 war der Maierhof vollendet, so wie der Besucher das Gebäude noch heute vorfindet.

Prof. Dr. P. Leo Weber OSB (Mitte) im Gespräch mit Hans Guggemos (l.), Reinhold Lück (2. v. l.) und Thomas Riemer (r.) über die Situation des Maierhofes (Foto: (c) Kroeger)
Mitarbeiter: Hans Guggemos, Horst Kroeger
Anmerkungen
(1) Vormholz # 2072 unserer Holz-Kartei, in Benediktbeuern, Landkreis Bad Tölz, Reg.-Bez. Oberbayern, Bayern.
(2) Dischinger, Dr. Gabriele: "Bauliche Entwicklung der Klosteranlage Benediktbeuern", Katalog zur Ausstellung: "Glanz und Ende der alten Klöster", München 1991, S. 193.