Welche Funktion hatten die Pyramiden?
Pyramiden auch auf anderen Himmelskörpern
Pyramiden - das habe ich schon mehrfach erwähnt (1) - scheinen die universellen Objekte schlechthin zu sein. Auf der Erde kennen wir sie (hier wissen wir definitiv, dass es künstlich errichtete Bauwerke sind), auf dem Mond (2) gibt es offensichtlich welche, auf dem Mars sind sie vorhanden (3), und - wie ich feststellen konnte - auch auf dem Jupitermond Europa (4), auf dem Planeten Merkur und auf anderen Monden unseres Sonnensystems! (Hierbei können wir jedoch bisher natürlich nur nach dem Augenschein urteilen, solange noch kein Mensch vor Ort war). Tatsächlich findet man verblüffend viele pyramidenförmige Objekte, wenn man sich entsprechende Fotos anderer Himmelskörper genauer ansieht - und wenn man weiß, worauf man achten muss!
Die Oberfläche des Jupitermondes Europa
Die Raumsonde Galileo ist seit längerer Zeit in der Gegend um den Jupiter unterwegs. Ihre zur Erde gesendeten, qualitativ hochwertigen Bilder von dem Riesenplaneten und seinen Monden werden von der NASA u.a. im Internet veröffentlicht. Was mich an ihnen besonders faszinierte, waren Oberflächen-Fotos vom Jupitermond Europa. Neben einer zerfurchten Oberfläche, deren ausgeprägte Merkmale kreuz und quer verlaufende Rillen sind (sie weisen eine verdächtige Ähnlichkeit auf mit einem dichtgepackten Straßennetz, mit Zu- und Abfahrten, Kreuzungen, Unter- und Überführungen, Brücken u.a.m., oder mit einem riesigen Rohstoffabbaugebiet) fielen mir auf verschiedenen Bildern pyramidenförmige Objekte auf (s. Abb.). Nun weiß ja jeder, dass pyramidenförmige Objekte etwas ganz Natürliches sind ...
Ein anderer Ausschnitt der Oberfläche von Europa
Von unseren irdischen Pyramiden glauben die Ägyptologen die Erbauer zu kennen. Tatsächlich kennen sie jedoch nur mehr oder weniger gut die Erbauer von Pyramiden-Nachbauten, die sich im Regelfall durch ihre Eigenschaft auszeichnen, dass sie im Laufe der Zeit mehr oder weniger schnell zusammengefallen sind.
Die Erbauer der ältesten irdischen Pyramiden - der Gizeh-Pyramiden - sind jedoch nicht bekannt. Pharaonen, die man bisher als Baumeister angenommen hat, stellten sich als Fehldeutungen heraus. Beispielsweise wurde die Cheopspyramide - die ihren falschen Namen wohl auch behalten wird, weil er sich eingebürgert hat - einem Pharao Cheops zugeordnet, obwohl es schriftliche Belege aus seiner Zeit gibt, aus denen definitiv hervorgeht, dass die Pyramiden, einschließlich der Sphinx-Figur, zu seiner Zeit bereits "uralt" waren.
Pyramide auf der Oberfläche von Europa (etwas unterhalb der Bildmitte)
Die Theorie der beiden Forscher Robert Bauval und Adrian Gilbert ("Das Geheimnis des Orion") muss hier - so glaube ich - nicht ausführlicher erläutert werden. Ihre errechneten Zeitangaben für den Bau der Gizeh-Pyramiden (sie datieren sie in die altägyptische Zeit) sind derart unglaubwürdig und fehlerbehaftet, dass sie selbst daran zweifeln. Auch ihre Theorie, der Pyramidenkomplex sei nach dem Orion-Sternbild angelegt, haben sie so lange "zurechtgebogen", bis sie passte. Schade um ihren immensen Arbeitsaufwand, doch wenn man derart tief in die Materie eindringt wie sie, hätte man irgendwann merken müssen, dass man auf der falschen Spur ist.
Weiterer Ausschnitt aus der Oberfläche von Europa. Oben im linken Drittel ein pyramidenähnliches Objekt.
Ich glaube auch nicht, dass ich in diesem Beitrag noch einmal auf das weitverbreitete Märchen, die Pyramiden seien einst Grabstätten der Pharaonen gewesen, eingehen muss. Es basiert auf völligem Unfug, und es ist höchst verwunderlich, wieso es sich so lange Zeit unwidersprochen erhalten konnte, dass selbst heute noch viele daran glauben. Zuletzt wurde es wieder mal am 8. März in der ZDF-Fernsehsendung "Sphinx - Geheimnisse der Geschichte" als Tatsache hingestellt. Zusammen mit der völlig erfundenen "Tatsache", dass in der Cheopspyramide große Goldschätze, Pharaonen-Mumien und sonstige Grabbeigaben gelegen hätten, die allesamt durch Grabräuber gestohlen worden seien. Man muss wirklich den Kopf schütteln über einen solchen frei erfundenen Unsinn, der in unseren Medien verzapft wird.
Die Gizeh-Pyramiden belegen bereits anhand ihrer Bauweise, dass sie von Wesen errichtet wurden, die zu ihrem Bau eine ausgereifte Hochtechnologie einsetzten, wie wir sie heute erst langsam in den ersten Ansätzen zu entwickeln beginnen. Auch das wurde bereits in früheren Arbeiten definitiv nachgewiesen (5). Wir sind mit unserer Technik bis heute nicht in der Lage, beispielsweise die Cheopspyramide nachzubauen. Das ist ein Faktum, das man akzeptieren muss, denn es gab dazu bereits einige Versuche, die letztendlich nur beweisen konnten, dass wir es eben nicht können. Wenn es mit unserer hochentwickelten Technik jedoch nicht gelingt, wie und mit was sollen dann altägyptische Fellachen Granitblöcke gebrochen, bearbeitet und sie anschließend mit einer Genauigkeit von weniger als einem Millimeter Spielraum aufgeschichtet haben?
Die Gizeh-Pyramiden: Kontrollzentrum oder Produktionsstätte?
Insbesondere der Orientalist und Autor Zecharia Sitchin hat in seinen Werken Zusammenhänge zwischen den alten sumerischen, akkadischen und ägyptischen Kulturen nachgewiesen, wobei er bei seinen Recherchen zu dem zwingenden Schluss kam, dass hochtechnisierte Wesen, die nicht von der Erde stammten, hier die Grundstöcke der ersten Zivilisationen legten (6). Er nennt diese "Götter" Anunnaki, wobei er sich überwiegend auf die zu hunderttausenden gefundenen Keilschrifttafeln bezieht. Obwohl Sitchins Rekonstruktionsversuche unbestreitbar beispielhaft sind, zeigen auch sie einige schwache Stellen, die ich hier jedoch nicht detailliert ausführen möchte, denn wichtig ist hier nur so viel: Es gibt durchaus ernstzunehmende Überlieferungen, die von menschlichen Lebewesen sprechen, welche aufgrund ihrer übermächtigen technischen Möglichkeiten von der damaligen menschlichen Bevölkerung als "Götter" verehrt wurden.
Die Zeiträume, aus denen schriftliche Aufzeichnungen stammen, liegen jedoch um einige zehntausend Jahre - wenn nicht mehr - zu dicht an unserer Jetztzeit. Wenn hierin handgreifliche Aktivitäten von "Göttern" geschildert werden, so können das nur noch relativ vage Erinnerungen sein an eine Zeit, als jene "Götter" sich über einen Jahrtausende währenden Zeitraum auf der Erde aufhielten, bevor sie daran gingen, Menschen "nach ihrem Abbild" zu schaffen, sprich: menschliche Intelligenzwesen genetisch zu formen.
Tatsächlich lassen sich die Gizeh-Pyramiden, aufgrund der Verwitterung ihrer Steine, völlig problemlos einige zehntausend Jahre, wenn nicht gar noch weiter, zurückdatieren. Bei der Sphinx-Figur spielt man ja bereits ganz offiziell mit Überlegungen, ob sie nicht etwa schon mehr als zehntausend Jahre alt ist.
Doch kommen wir zurück zu den Pyramiden als "universellen" Bauwerken. Wir wissen inzwischen, dass (zumindest die ägyptischen Gizeh-) Pyramiden keinesfalls Grabstätten waren. Wir wissen weiterhin, dass die technische Höchstleistung, eine Pyramide wie die Cheopspyramide zu errichten, mit unserer heutigen Technik (noch) nicht machbar ist. Auch für die Bauherren dieser Pyramiden dürfte ihre Errichtung nicht einfach gewesen sein. Deshalb müssen diese Objekte einst eine eminent wichtige Funktion gehabt haben. Man hat sie dort nicht nur aus dem Grund hingestellt, weil es hübsche Bauwerke sind.
Für Zecharia Sitchin waren sie Teil eines Anflugsystems: Anfliegende Raumgleiter, die auf der Erde landen wollten (auf dem Raumflughafen, der sich auf der Sinai-Halbinsel befunden haben soll), seien von hier aus in den Anflugkorridor zu diesem Raumflughafen gelotst worden. Die Cheopspyramide war für Sitchin ein Kontrollzentrum, dessen technische Inneneinrichtung jedoch später (noch durch die "Götter") entfernt worden sei.
Dreierformation Pyramiden auf Miranda (obere Bildhälfte)
Erwin Wedemann, Autor des Buches "Pechvogel Pyramide" (7), versucht, die einzelnen "Grabkammern" und "Luftschächte" der Cheopspyramide in einen logischen Zusammenhang zu bringen, wobei er u.a. eine interessante Neudeutung für die "Luftschächte" als eine Art Kühl- und Löschwasser-Leitungen anbietet. Die Pyramide selbst sieht er als eine Art riesiger Fabrik, in der Metalle verarbeitet wurden, die dann in flüssiger Form die "Große Galerie" hinuntergeflossen seien, wodurch es u.a. möglich gewesen sei, Blechplatten zu erzeugen.
Die Idee, in der Pyramide eine Art Metallverhüttung zu sehen, ist nicht uninteressant, zumal ein Großteil der Räumlichkeiten durchaus so gedeutet werden könnte, wie es Wedemann macht. Wedemanns Fabrikationstheorie hat jedoch - so spektakulär sie klingt - denselben "Haken" wie Sitchins Theorie eines Raumflug-Kontrollzentrums: Schon allein wegen der schlechten Begehbarkeit der Großen Pyramide (Gänge, teilweise mit einem Durchmesser von nur etwa einem Quadratmeter) scheidet eine produktionsgemäße Nutzung wie auch eine Benutzung als Kontrollzentrum (und aus den gleichen Gründen die "Grab-Theorie"!) aus. Bei der Fabrikations-Theorie kommt noch hinzu, dass es selbstverständlich nicht damit getan ist, flüssiges Metall eine Schräge hinunter fließen zu lassen. Mit dieser Methode sind einfach keine Blechplatten herzustellen (sonst würden wir dieses System heute noch genauso anwenden), abgesehen davon, dass nicht nur die postulierten riesigen Metallplatten anschließend ja irgendwie aus der Pyramide herausgeschafft werden müssten, die kontinuierliche Rohstoffzufuhr musste letztendlich auch garantiert werden. Zu beidem fehlen jedoch die Zugänge. Hinzu kommt, dass nirgends in der Cheopspyramide irgendwelche Metallreste gefunden wurden, die auf eine Metallverarbeitung hindeuten würden, ebensowenig wie man außerhalb keine Reste von Blechplatten gefunden hat. Weiterhin fehlen jegliche Rauchspuren, die sich produktionsbedingt an den Wänden niedergeschlagen haben müssten. Und Schlackenreste aus der Verarbeitung hat man auch niemals gefunden.
Ein weiterer Aspekt, der allerdings durchaus nicht gegen eine Produktionsstätte oder ein Raumfahrt-Kontrollzentrum spricht, sind die fehlenden Kabel oder Rohre. Selbst wenn einstmals irgendwelche Einrichtungen entfernt worden sind, weil die Pyramide irgendwann nicht mehr in dieser Funktion benötigt wurde, müsste es ggf. auch heute noch deutlich erkennbar sein, wo einst Kabel oder Rohre verlegt gewesen oder wo Geräte installiert waren, denn wir können nicht davon ausgehen, dass nach der Entfernung technischer Einrichtungen die Wände neu verputzt wurden, wenn das ganze Gebäude nutzlos geworden war. Dazu fehlt auch der Verputz. Doch auf diesen Punkt komme ich später noch einmal zu sprechen.
Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass hier nicht nur hochintelligente Wesen am Werk waren, sondern auch solche, die unserer heutigen Technik um einiges überlegen waren. Wenn diese Intelligenzen eine Produktionsstätte hätten erschaffen wollen, so hätten sie sie so erbaut, dass sie besser hätte ver- und entsorgt werden können, genauso wie sie ein Kontrollzentrum ähnlich erbaut hätten, wie wir es heute machen. Ich vermute, dass wir einfach noch nicht so weit sind, die wahre (ehemalige) technische Funktion der Pyramide erkennen zu können.