Die Schanze von Vix
(c) 2000 Gernot L. Geise
Vix war das zweitgrößte keltische Oppidum in Frankreich. Heute erinnert nichts mehr an diese Vergangenheit. Nichts mehr?
Bei der Anfahrt nach Vix fällt schon von weitem die Kirche “Association des Amis de St. Marcel“ ins Auge. Sie steht abseits des Ortes auf einer Hügelkuppe, dem Monte Lassois. Rings um die Kirche war ein malerisch geschmackloser Friedhof angelegt, dessen Außenrand eine einzige Müllkippe war. Das war von unten und von dem Parkplatz vor der Kirche aus jedoch nicht sichtbar.

Die Kirche besitzt keine Blind-Spring-Resonanz, was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass sie nicht sehr alt sein kann. Wenn hier irgendwelche radiästhetischen Richtlinien zur Verwendung kamen, dann wurden sie offensichtlich irgendwann "verschlimmbösert“.
Der umliegende Friedhof breitet sich langsam aber sicher über die westlich an die Kirche anschließende Keltenschanze aus. Die Schanze ist etwa dreißig mal dreißig Meter groß, dicht bewachsen mit Unterholz und liegt etwa vier bis fünf Meter unterhalb des aufgeschütteten Friedhof-Niveaus.
Wir konnten im Unterholz noch einen west-östlich verlaufenden Wall feststellen, auch die typischen überhöhten Wallecken.
Der weitere Verlauf des Hügels in Richtung Nordosten ist mit Wall- und Grabenresten geradezu übersät. Wir konnten sie jedoch wegen des dichten Unterholzes leider nicht kartografieren und ausmuten. Diese Graben- und Wallreste scheinen jedoch nichts mit der eigentlichen Keltenschanze zu tun zu haben. Hier wäre ein reichhaltiges Betätigungsfeld für archäologische Grabungen vorhanden.

Teil des Walles der Schanze von Vix
Radiästhetische Skizze
Nächster “Holzort“: Bois de Langres (ca. 6 km östl.).
Foto: (c) Gernot L. Geise