Keltenschanzen um Dijon
(c) 2000 Gernot L. Geise
Mitglieder des EFODON e.V. machten im Jahre 1992 eine Forschungsfahrt nach Frankreich. Sinn und Zweck unserer Fahrt war es, im Zuge des EFODON-Projektes „Holzhausen“ dort verschiedene Stationen und Örtlichkeiten näher zu untersuchen, ob sie auf Keltenschanzen errichtet wurden. Dabei sammelten wir Material und Zusammenhänge, die später in die „Keltenschanzen-Thematik“ einflossen. Die Untersuchungen wurden überwiegend radiästhetisch vorgenommen. Gernot L. Geise besuchte zusammen mit Reinhold Lück u. a. Nuits St. Georges und das ehemalige keltische Oppidum Vix.
Nuits St. Georges
Die Kirche St. Georges inmitten des Ortes Nuits St. Georges zieht mit ihrem hübsch verzierten, bunten Karodach alle Blicke an. Die wichtigsten Details im Innenraum waren für uns, an der rechten Wand neben dem Eingang, einige verblasste Wandmalereien. Nur ein paar Details sind noch gut erkennbar, so etwa der Schild eines sonst kaum noch erkennbaren Ritters mit einem deutlich erkennbaren „PX“-Zeichen darauf, unter dem Weinreben abgebildet sind. Wenn das nicht ein verborgener Hinweis auf die Keltenschanze des Ortes war! Bemerkenswerterweise war die Figur des Ritters arg verblasst, während sich sein Schild deutlich abhob.

Die Kirche von Nuits St. Georges fällt schon von weitem durch das ausgefallene Karomuster auf dem Kirchturm auf.
Das "PX"-Zeichen
Wenn man sich das „PX“-Zeichen genauer betrachtet, so müssen Zweifel aufkommen an der herkömmlichen Deutung. Allgemein wird es als Zeichen Christi bezeichnet, wobei es kaum nachvollziehbar ist, warum man dann gerade die Buchstaben „P“ und „X“ gewählt hat.
Betrachten wir dieses Zeichen einmal unvorbelastet, dann erkennen wir - räumlich gesehen - ein Markierungskreuz auf einem Boden, in dessen Mitte eine Markierungsstange mit einem Schild am oberen Ende (oder einem Fähnchen) hineingerammt worden ist. Auf diese Art werden manchmal heute noch Markierungen vorgenommen.
Möglicherweise war diese Art der Markierung zwar in Gebrauch, aber dem unwissenden Bürger nicht als solche bekannt (so ähnlich wie mit der lateinischen Sprache, die ja auch nur zu dem einzigen Zweck erfunden wurde, damit die Herrschenden sich unterhalten konnten, ohne dass das „niedere Volk“ verstehen konnte, um was es ging).
Die Wandmalerei zeigt kaum noch erkennbaren Details einen Reiter mit einem Schild, auf dem gut erkennbar der wichtigste Punkt der Gegend dargestellt ist: Die Blind Spring, gekennzeichnet durch ein Kreuz mit eingesteckter Markierungsstange, das alles im Weinrebenfeld.
Und so deuteten wir das „PX“ in Verbindung mit der Weinrebe als (für Wissende) Hinweis darauf, wo sich die Keltenschanze mit ihrer Blind Spring, die an der Kirche fühlbar ist, befindet und fanden sie aufgrund des bildlichen Hinweises auch sehr schnell.
Die stilisierte Form des „PX“-Zeichens übernahm die allmächtige römisch-katholische Kirche, die ja alles an sich gerissen hatte, was sie gebrauchen konnte. Sie belegte es dann mit „Pax Christi“, vielleicht, um vom ursprünglichen Sinn abzulenken. So wurde, vielleicht wegen der Ähnlichkeit mit den entsprechenden Buchstaben, aus einem Piktogramm „PX“. Ganz ähnlich erging es ja dem „IHS“, das ebenso heute allgemein als Zeichen Christi verstanden wird, im Ursprung jedoch die Abkürzung von „In hoc signo vinces“ („In diesem Zeichen siege!“) war. Das „V“ von „vinces“ ist bei „IHS“-Darstellungen immer noch vorhanden, jedoch meist in einer Art Muster darunter.
Eine "Weinfeldschanze"
Die Keltenschanze von Nuits St. Georges fanden wir auf Grund der bildlichen Darstellung am östlichen Ortsrand. Auf ihr ist - wie die Darstellung in der Kirche schon aussagte - ein Weinrebenfeld angelegt. Da die Weinreben in einem Wappen dargestellt sind, kann davon ausgegangen werden, dass hier schon immer Wein angebaut wurde. Die erste Resonanz der Schanzen-Blind-Spring (1) ist, wie gesagt, schon an der Kirche im Ort feststellbar. Das verwundert nicht, denn in der Kirche ist ja der Hinweis darauf optisch dargestellt.
Der Platz des Korrekturschachtes (2) auf der Schanze zeichnet sich optisch durch einen runden Fleck mit Moos- und Steinkrautpflanzenbewuchs aus, die auffälligerweise auf dem Weinfeld so gut wie nicht vorhanden sind.
Die Keltenschanze von Nuits St. Georges befindet sich unter einem Weinrebenfeld.
Ein Grenzstein entpuppte sich als Wasseraderkreuzungspunkt.
Das Schild am Haus bei der Einmündung des Weges zur Schanze lautet „Maison F. Chauvenet Ste. anonyme“.
„Holzorte“ in der Umgebung: Boncourt-le-Bois (ca. 1 km östl.); Et. du Bois (ca. 3 km östl., See); Bois de Bornotte (ca. 8 km südl.).
Die radiästhetische Skizze der Schanze von Nuits St. Georges.
(c) 2000 Gernot L. Geise