Ein ehemaliger »Gerichtsplatz« bei Tutzing

© 1994 Gernot L. Geise, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 4/1994

 

Nahe Tutzing liegt bei Oberzeismering die Hügelkuppe »Ilka-Höhe«, ein beliebtes Ausflugsziel, denn von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Starnberger See.

 

 

Im Juni 1994 waren wir (Ursula Römer und ich) dort, um die nähere Umgebung der Ilka-Höhe in Augenschein zu nehmen. Die Ergebnisse unserer Recherchen entstanden durch Mutungen, wobei die natürlichen Gegebenheiten diese weitgehend bestätigten. Dabei stellten wir fest, dass etwa ein Kilometer östlich der eigentlichen Ilka-Hügelkuppe, auf der ein Parkplatz angelegt ist, ein ehemaliger »Gerichtsplatz« liegt. Dieser Platz ist in den Karten nicht eingezeichnet. Ein Wanderweg führt dorthin und weiter.

Der Platz besitzt eine rechteckige Form und ist eingerahmt von uralten, dickstämmigen, hohen Bäumen. Ein Zugang - der Weg, der vom Parkplatz kommt - liegt auf der östlichen Seite, ein weiterer im Norden des Platzes. Der Platz selbst zeigt nur spärlichen Grasbewuchs. An der Südseite hat man heute zwischen den Baumgiganten Holzbänke aufgestellt, von wo aus man den Blick über die malerisch schöne Landschaft schweifen lassen kann.

 

 

Ein Zugang - der Weg, der vom Parkplatz kommt - liegt auf der östlichen Seite, ein weiterer im Norden des Platzes.

 

 

Die Mitte des ehemaligen Gerichtsplatzes

 

An die Ostseite schließt sich ein Waldstück an, die anderen Seiten werden von Wiesen begrenzt. Die West- und die Südseite fallen leicht ab. Im Süden schließt sich unmittelbar an den Platz eine »Keltenschanze« an, deren typische Kennzeichen (positiv  polarisierte Blind Spring [BS], negative BS, Wasserschlaufe, »Kultschacht« [KS], »Vierermanipulationen« [VM]) schon von dem höher gelegenen Platzrand aus am unterschiedlichen Bewuchs der Wiese erkennbar sind.

Die Mitte des Platzes wird gebildet durch einen Gitterkreuzungspunkt, auf dem sich mehrere Energiegitter überlagern. Dies war auch der Platz, wo nach unseren Mutungen einst Gericht gehalten wurde, indem Angehörige der umliegenden Stämme sich in zwei Reihen im Kreis setzten und beratschlagten. Hier wurden nicht nur Stammesstreitereien verhandelt, sondern auch Vergehen gegen die herrschenden Gesetze. Wurde über einen Beschuldigten zu Gericht gesessen, so hatte dieser sein Urteil in der Mitte des Kreises, direkt auf dem Kreuzungspunkt, entgegenzunehmen. Die Vollstreckung des Urteils wurde nicht hier auf diesem Platz, sondern an anderer Stelle vorgenommen.

An der Ostseite des Platzes, etwas in Richtung Norden, konnten wir Grundmauerreste muten, die darauf hinweisen, dass hier ein ehemaliges »Gefängnis« (etwa 5 x 2 m), ein Steinbau, stand. In der Nordwestecke stand das Wohnhaus des hier lebenden Druiden (etwa 5 x 5 m). Druiden, so wissen wir, waren nicht nur die keltischen Priester, sondern auch Lehrer und Richter. Druiden waren tabu, ihr Wort und ihre Entscheidung war Gesetz und wurde von jedermann widerspruchslos anerkannt.

Dieser Platz wurde bereits in vorkeltischer Zeit genutzt. An der Südseite muteten wir einen »Tanzplatz«, wo einst Männlichkeitsriten abgehalten wurden.

Der Platz wurde, wie wir durch Mental-Mutung abfragten, nach der blutigen Christianisierung der Bevölkerung von den neuen Machthabern auch weiter benutzt. Während jetzt die Verurteilung Schuldiger oder Unschuldiger an einem anderen Ort stattfand, führte man auf diesem Platz Verbrennungen durch, auch, um durch diese Handlung den ehemals der Bevölkerung heiligen Platz zu entweihen. Unmittelbar neben der Blind Spring auf der Benker-Kreuzung befand sich ein Scheiterhaufen (Durchmesser etwa zwei Meter), auf dem zu dieser Zeit (nicht nur) »Hexen« verbrannt wurden. Die Reste eines annähernd runden Steinkreises um die Verbrennungsstelle lassen sich hier heute noch erkennen (siehe Foto).

Zeitlich noch später in der christlichen Zeit anzusiedeln ist die Nutzung der Südwest-Ecke: hier muteten wir eine ovale Verwerfung im Untergrund, und hier fanden lt. unserer Abfrage einst Erschießungen statt. Es wäre interessant, die dortigen Baumstämme näher zu untersuchen, denn es müssten eigentlich hier und dort Geschosseinschläge nachweisbar sein.

Aus einem ehemals friedlichen Platz wurde so im Laufe der Zeit ein bluttriefender Erfüllungsort, der heute - wieder - friedlich in der Landschaft liegt.

 

 

 

Radiästhetischer Aufriss des Gerichtsplatzes mit der Keltenschanze

 


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