Briefwechsel zwischen Abgarus von Edessa und Jesus von Nazareth
© 1998 Heinz Günther Birk (veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 30/1998)
Der Briefwechsel, das Übersenden von Nachrichten, die Kommunikation zwischen räumlich mitunter recht weit auseinanderlebenden Personen, ist wohl einer der wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit Kultur und Zivilisation. Ob man nun, seiner staatsbürgerlichen Pflicht nachkommend, seine Einkünfte brieflich dem Fiskus erklärt, der Lokalzeitung seinen Groll über die unverstandene ,,Kirchturmpolitik“ von ,,denen da im Rathaus“ zukommen lässt oder einem lieben Menschen seine persönliche Zuneigung nahe bringt - ohne einen Briefwechsel geht nichts. Nun ist eine solch geniale Idee natürlich nicht neu. Lange bevor angstschweißtriefende Postkutscher Briefe über holprige Wege an die Frau oder den Mann brachten, Jahrtausende vor dem Entstehen des legendären Pony-Express in Nordamerika, war bereits diese Form der Kommunikation allgemein gebräuchlich. Wie hätte auch jemand, egal ob König oder Kaiser, die riesigen Reiche des Altertums wie z.B. das des ägyptischen Pharao Thutmosis III. (von den Grenzen Ägyptens bis zum Euphrat), das Reich des großen Alexander oder das des Imperium Romanum verwalten und regieren können, ohne über eine möglichst schnelle Nachrichtenverbindung zu verfügen? Zwar mehren sich mittlerweile profunde Stimmen, die mit gut fundierten Argumenten und Indizien die Mär vom ,,primitiven und unwissenden Barbaren“, der angeblich nichts von der Welt jenseits seines Dorfrandes wusste, widersprechen, ja, sogar ein regelrecht ,,modernes“ Nachrichtensystem implizieren (1). Doch der Briefwechsel war wohl das Maß des Zusammenlebens in alter Zeit. Auch gab und gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen Brief und Brief.
Neben den häufigsten, eher profanen, Sendschreiben, um den Lieben daheim die gar spannenden Abenteuer ,,beim Ballermann“ auf Mallorca zu schildern, kennt man auch solche mit geheimen Dokumenten, offene, für jedermann nachlesbare, sowie solche, die man zur Gattung der literarischen Briefe zählen würde. Solche literarischen Schreiben gehören nicht nur zum kostbaren Fundus der Schriftforschung, sondern sind gar Bestandteil von angeblichen Er- und Gründungsschriften heutiger Religionen. Bekannt und berühmt, um nur ein Beispiel zu nennen, ist die sogenannte CD-Schrift bzw. Cairoer-Damaskus-Schrift, die im Jahre 1898 beim Abbruch einer alten jüdischen Karäer-Synagoge nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo aus der dortigen Genizah ans Tageslicht kam. Eine solche Genizah war eine vortreffliche Einrichtung jüdischer Rabbiner. Sofern Schriften als nicht-kanonisch bzw. als nicht den Gesetzen und Geboten konform erkannt wurden, mussten diese aus dem Verkehr gezogen werden. Das intensive Studium solch ketzerischer Schriften war jedermann untersagt, auch den frommen Rabbinern. Dennoch konnte auf ihnen irgendwo der Name des Herrn verzeichnet sein. Aus diesem Grunde konnte man sie unmöglich dem Feuer überantworten. Was also tun? Man erfand eine Genizah, die das Problem löste. Ausgestattet mit einem Schlitz, in den man alles hineinwerfen, aber nichts wieder herausholen konnte. Man erkennt die ,,Sparschweinidee“.
Die erwähnte CD-Schrift war ein typisches Send- oder literarisches Schreiben. Nicht an einen bestimmten Adressaten gerichtet, sondern offen und für alle. Funde dieser Schrift in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Ruinen des alten Jericho, der legendären Felsenfestung Massada und vor allem in den weltberühmten Qumran-Höhlen (2) lässt eher an eine Art Evangelium denken.
Allgemein bekannter sind die Briefe des Neuen Testamentes, die zumeist als pastorale Sendschreiben angesehen werden. Sie sind mit dem Namen der jeweiligen Absender versehen. Briefe des Petrus, des Jakobus und die wichtigsten, die des ,,Heidenapostels“ Paulus, gehören zu den bedeutendsten Teilen des Neuen Testamentes. Jedoch werden diese vielfach als das Fundament des christlichen Glaubens angesehenen Bestandteile der heiligen Schrift zunehmend kritisch betrachtet. Vor allem die Briefe des Paulus bilden den Stoff für erbitterte Streitschriften des 20. Jahrhunderts.
So sorgte einst und jetzt das Buch eines Berliner Pastors (3) für hitzige Debatten. Obwohl es angesichts der kanonisierten vierzehn Briefe des Apostels Paulus schon immer um die spannende Frage ging, welche dieser Briefe echt sind oder nicht - mancher sah sogar wenig oder mehr ,,Echtes“ -, klingt die Aussage Dr. Deterings, alle Briefe seien falsch, recht provokant (4). Noch ein großes Stück weiter scheint der Titel dieser Abhandlung zu gehen, der von einem Briefwechsel zwischen einem mächtigen Fürsten und Jesus von Nazareth ausgeht.
Allgemein gilt das Credo der überlieferten Schriften des Kirchenvaters Augustinus, welcher der Nachwelt berichtet hatte, dass der Sohn des Zimmermanns Joseph nichts geschrieben habe, logischerweise auch keine Briefe. Doch, ähnlich wie in der heutigen Zeit, gab es auch zu Zeiten der Ur- oder Frühkirche schon Gegenstimmen.
Ein solch ,,alternativer“ Kirchenvater war der später heilig gesprochene Eusebios von Cäsarea. Dieser wusste wirklich etwas über geschriebene Briefe des Jesus von Nazareth. Sein Korrespondenzpartner war Abgarus Ukkama, Fürst von Edessa. In den Schriften des uns bekannten Neuen Testamentes findet man diesen Briefwechsel nicht. Jedoch in den heiligen Schriften der syrisch-orthodoxen Kirche sind zumindest Teile dieses Briefwechsels kanonisch, also anerkannt. Obwohl es die Brücke von Istanbul gibt, die Orient und Okzident miteinander verbindet, war dieser Briefwechsel im Abendland unbekannt. Hin und wieder wird die Wahrheit mittels Offenbarungen und Visionen zur Kenntnis gebracht. Eine solche Offenbarung erhielt ein gewisser Jakob Lorber im 19. Jahrhundert (5).
Geboren um das Jahr 1800 herum, gestorben etwa 1864, wurde dem Jakob Lorber eben dieser Briefwechsel aus ,,höheren Sphären“ offenbart. Was man hierüber und vor allem zum Visionär Lorber weiß, erinnert an einen gewissen Mr. Smith, welcher aufgrund angeblicher oder tatsächlicher Offenbarungen des ,,Engels Moroni“ als Begründer der Mormonenkirche gilt. Wichtig für unsere Diskussion im Hinblick auf die mögliche Authentizität der Lorber-Visionen ist die Tatsache, dass zumindest jeweils fünf der offenbarten sieben Briefe Bestandteil des Schriftgutes der syrisch-orthodoxen Kirche sind. Es handelt sich hier nicht um ,,Ketzerschriften“, deren Herkunft im Dunkel der Zeiten verborgen ist.
,,Ein durch die Geschichtsforschung des Altertums (Eusebius) bekannt gewordenes heilgeschichtliches Dokument aus der letzten Erdenlebenszeit Jesu, das nicht in den Kanon der heiligen Schrift aufgenommen und 1845/46 an Jakob Lorber neu geoffenbart wurde.“ (Hervorhebungen durch den Autor). Die Rückseite dieser, als kleines Bändchen vorgestellten, Tradierung des Briefwechsels zwischen Abgarus und Jesus offerierten Erklärung wird fortan der rote Faden für unsere Diskussion sein. ,,Einem kleinen Evangelium gleich vermitteln uns diese hier in vollständiger Fassung wiedergegebenen Briefe eine höchst klare und überzeugende Lehre vom einzig wahren und zuverlässig zu Gott führenden Heilsweg.“ (Hervorhebung durch den Autor)
„Klare und überzeugende Lehre vom alleinigen wahren Heilsweg zu Gott“, das klingt bekannt. Lassen sich solche Kreuzzüge um den wahren Glauben doch mühelos anhand brennender Scheiterhaufen und deutlich sichtbarer Blutspuren nachzeichnen. Spuren, die beim Lesen dieses ,,kleinen“ aber irgendwie ,,vergessenen“ Evangeliums mehr als deutlich offenbar werden. Dieses kleine Evangelium würde, so der Kommentar des verlegenden Lorber-Verlages, den Schriften des Neuen Testamentes nicht widersprechen.
Im Gegenteil! Das intensive Studium dieses kleinen Evangeliums scheint zur Erhellung bisher unverstandener Textteile, ob kanonisiertes Evangelium oder auch ,,mysteriöse“ Paulus-Briefe, einige sehr interessante Beiträge zu leisten. Selbst zu Mysterien unseres Jahrhunderts wie dem Turiner Grabtuch (ital.: sacra sindone) findet sich Wissenswertes [in SYNESIS in mehreren Ausgaben diskutiert (6)]. Man findet im Briefwechsel zwischen Abgarus und Jesus entscheidende Hinweise.
Begonnen wurde dieser vom Fürsten von Edessa, der schwer erkrankt und ohne Hoffnung auf Hilfe durch seine Leibärzte war. Recht flehentlich und für einen mächtigen Herrscher sehr demütig, bat Abgarus den Jesus von Nazareth um Heilung: ,,Weil ich von Deinen Taten als Wunderheiler gehört habe und an Dich glaube“, so heißt es im Bittschreiben des Abgarus. Genau aus diesem Grund, weil er glaubte ohne zu sehen, würde ihm diese Heilung auch zuteil werden, ist daraufhin im ersten Antwortschreiben des Jesus zu lesen. Während der zweite Briefwechsel wenig spektakulär ist - der Fürst dankt darin für seine Heilung, Jesus bestärkt und lobt Abgarus für seinen Glauben - wird es ab dem dritten Briefwechsel spannend.
Völlig losgelöst und verzweifelt teilt Abgarus dem Jesus mit, dass nun sein Sohn und zugleich einziger Thronerbe von Edessa schwer erkrankt und dem Tode nahe sei. Die Antwort darauf war für den Fürsten niederschmetternd, für unsere Diskussion ist sie aber offenbarend. Leider könne er, so Jesus in seinem Brief, Abgarus‘ Sohn nicht helfen. Dieser würde, aufgrund unabänderlicher Fügung, von dieser Welt scheiden müssen. Er würde am gleichen Tage sterben wie Jesus selbst, und darüber hinaus, gleich ihm, erhöht werden.
Das klingt natürlich ähnlich wie in den Passionsgeschichten der vier neutestamentarischen Evangelien. Auch dort verhieß der Gekreuzigte seinem Leidensgefährten zur Rechten, dass dieser wegen seines Glaubens einen Platz an seines Vaters Seite haben werde. Doch damit sind die Gemeinsamkeiten zwischen dem kanonischen Neuen Testament und dem sogenannten ,,kleinen Evangelium“ schon erschöpft. Während die Passionsgeschichten, wie allgemein bekannt, drei Kreuze auf Golgatha beschreiben, spricht das ,,kleine Evangelium“ von einem Pfahl. Von jenem Pfahl, an welchem Jesus, wie in seinem Brief ausgeführt, erhöht werden würde.
Wie bereits in SYNESIS ausführlich dargelegt (7), lässt der jüdische Talmud den als Zeitgenossen des Mose Beschriebenen, Jesus den Nazaröer, ,,an den Pfahl hängen“. Prof. Ahmed Osman (8) identifizierte diesen Nazaröer zugleich als den „Meister der Gerechtigkeit“ der Qumran-Rollen oder auch als den ägyptischen Pharao Tut-Ench-Amun. Sowohl Prof. Osman als auch der jüdische Talmud sprechen im Kontext zu den Qumran-Rollen (9) von ,,Durchbohrten“ und „an den Pfahl Gehenkten“. Auch im erwähnten Antwortbrief des Jesus ist von einem unabänderlichen Schicksal die Rede, von der Vorbestimmung, (am Pfahl) erhöht zu werden.
Dieser Text verstärkt die Zweifel am angeblichen Kreuzestod, wie dieser im Neuen Testament beschrieben ist. Zweifel, wie sie auch Gernot L. Geise in SYNESIS Nr. 15 (10) geäußert hatte. Noch zwingender, in Bezug auf den Brief des Jesus an Abgarus, sind die Indizien, welche die, nach eigener Aussage, ,,nichtgläubige“ Jüdin, Frau Dr. Salcia Landmann präsentiert.
Auch sie, die eine versierte Neutestamentlerin ist, führt die ,,Kreuzigung auf Golgatha zu römischer Zeit“ ad absurdum. Die mit höchsten akademischen Ehren ausgestattete Dame, Jahrgang 1912, erweist sich für die orthodoxe christliche Theologie als ,,äußerst störend“.
Die allgemein geläufige Aussage des Neuen Testaments, die jüdischen Priester hätten vom römischen Statthalter Pontius Pilatus die Kreuzigung Jesu deshalb gefordert, weil dieser sich als „Sohn Gottes“ bezeichnet habe, kontert Frau Landmann gekonnt: ,,Völlig absurd, da ja die Thora, vor allem das Buch Genesis, aussagt, dass Gott den Menschen erschuf, verstehen sich alle Juden bis zum heutigen Tage als Söhne Gottes!“. Deshalb hätte niemand zur Zeitenwende, ob nun Römer oder sonst wer, jemanden an das angebliche römische Kreuz geschlagen. Nachvollziehbarer sei ein Blick auf die bis dato bekannten Riten der Kanaaniter bzw. ,,Vorkanaaniter“.
Diese Völker zelebrierten, neben den übers Jahr pflichtgemäßen Opfern von Feldfrüchten und zumeist Hammeln, einmal jährlich ein ,,Königsopfer“. Hierbei musste zumeist der Erstgeborene des Königs als ,,Erwählter“ seine „Haut zu Markte“ tragen. Ihm war sein Schicksal bekannt, besser, es war vorherbestimmt. Er wurde an den Pfahl gebunden, an dem er ungefähr drei Tage später verstarb. Wenn er dann mit dem wiedererscheinenden Mond wieder auferstand, wurde er nach dem Glauben der paganen Hirtenvölker zum ,,Gott erhoben“. Der Körper blieb auf Erden, denn er gehörte der Erdenmutter. Der Geist, der unsterblich ist, ging zum himmlischen Vater.
Nun sei diese Erhöhung am Pfahl genauso unabänderlich wie der Tod des Abgarus-Sohnes. Selbst das großherzige Angebot des Abgarus, Jesus von Nazareth ,,herauszuhauen“ (immerhin sei Abgarus der Freund des römischen Kaisers), könne an der Vorherbestimmung nichts ändern.
Doch damit war der Briefwechsel noch nicht beendet. Abgarus teilte Jesus mit, dass in seiner Stadt ein Maler mit großen und berühmten Fähigkeiten wohne. Dieser hätte von Jesus ein Bild gemalt, welches der Fürst samt Brief und per Boten dem Jesus zusenden wolle. Dieser solle ihm dann mitteilen, ob das Bild mit seinem tatsächlichen Aussehen übereinstimme. Dies sei, wie Jesus antwortete, auf wunderbare Weise tatsächlich so. ,,Aber halte das Bild geheim. Wenn jemand reine Absichten hat, so wie Du, sei dies Bild zum Segen. Aber wehe denen, die mich zum Götzen machen werden!“ Sollte dieses geheimzuhaltende Bild ein Hauptmotiv für die mittelalterlichen Kreuzzüge ins heilige Land gewesen sein?
In den Jahren 1148 - 1150 belagerten die Kreuzfahrer die Stadt Edessa. Diese Belagerung sollen sie schließlich aufgegeben haben, nachdem ihnen ein Bild übergeben wurde. Seit der Entdeckung, dass das Grabtuch von Turin sowohl einen menschlichen Körper als auch vor allem ein Gesicht in Negativfotografie zeigt, gilt diese Überlieferung als ,,Beweis“ dafür, dass es sich hier nur um dieses Linnen handeln könne. Um das echte Tuch, welches nach Jesu Grablegung von Joseph von Arimathea nach Edessa geschafft wurde. Dass die mittelalterlichen Quellen ,,nur“ von einem Gesicht sprechen, wird damit erklärt, dass dieses Tuch gefaltet in einem heiligen Reliquienschrein aufbewahrt wurde. Wenn aufgrund der Heiligkeit niemand wagte, den Schrein zu öffnen und das Tuch herauszunehmen, sei die Größe des Tuches demzufolge unbekannt gewesen.
Gehen wir, wie schon in SYNESIS Nr. 25 angesprochen, davon aus, dass dieses Bild mit einem Bronzekopf, zugleich dem geheimnisvollen Baphomet-Idol der Templer, identisch wäre, käme der Betrachtung der Umgebung von Edessa hohe Bedeutung zu.
Nicht weit von dem erwähnten Ort der Kreuzfahrerbegierde befindet sich ein altes Heiligtum. Heutzutage erkennt man nur noch einige unbedeutende Ruinen, doch bis ins 9. Jahrhundert hinein war Harran (so der Name) noch ,,in Betrieb“. Hier sind die Thesen des Berliner Theologen Dr. Detering (siehe Anm. 3) von Interesse. Nicht nur, dass er alle Briefe des Paulus als gefälscht bezeichnet. Er lässt den ,,wahren“ Paulus sowohl als Gegner des Petrus in Rom, besser Simon Magus, als auch als Hohepriester eines bedeutenden samaritanischen Heiligtums erscheinen. Obwohl die Bezeichnung der Örtlichkeit eines solchen ,,heidnischen“ Heiligtums, laut Dr. Detering, ein wenig spekulativ sei (er nennt z.B. Nablus im heutigen Jordanien), könnte sicher auch Harran/Edessa ein guter Kandidat sein. Dann wäre auch der zweite Kreuzzug gezielt nach Edessa gegangen und nicht nach Jerusalem, um das Grab Christi den Heiden zu entreißen. Man suchte das Bild des wahren Christus zu späteren Zeiten bis hin in die ,,schaurig-schönen“ Nächte der Albigenserkriege, wo die brennenden Scheiterhaufen die Nacht zum Tage machten.
Wenn wir uns die im kleinen Evangelium wiedergegebenen Jesus-Worte, ,,wehe denen, die mich zum Götzen machen“, vor Augen führen, wären auch die Anklagen gegen Jaques de Molay und seine Templer begründet. Neben der ,,heidnischen“ Anbetung des Baphomet-Kopfes hätten ,,Eingeweihte“ gar das Kruzifix bespuckt. Kannten die Templer den Briefwechsel zwischen Abgarus von Edessa und Jesus von Nazareth? Waren sie etwa dem Gral, den dynastischen Nachfahren, der Familie des wahren Christi auf der Spur?
Literatur und Anmerkungen
1 ,,Das keltische Nachrichtensystem wiederentdeckt“, Gernot L. Geise, ME-10, Hohenpeißenberg 1996.
2 Zu CD-Schrift und Qumran, siehe z.B.: ,,Qumran - wer schrieb die Schriftrollen vom Toten Meer?“, Norman Golb, Hamburg 1994.
3 ,,Der gefälschte Paulus“, Hermann Detering, Düsseldorf 1995.
4 Siehe hierzu auch: ,,Paulusbriefe ohne Paulus“, in: OMICRON 3/97, Fuldatal 1997; ,,Das Jesus-Puzzle“; EFODON-Dokumentation DO-37, vom Verfasser dieser Arbeit
5 ,,Briefwechsel zwischen Abgarus Ukkama, Fürst von Edessa und Jesus von Nazareth“, unverkäufliche Geschenkausgabe des Lorber-Verlages.
6 Zum Grabtuch von Turin, siehe die Ausgaben von EFODON - SYNESIS Nr. 14, 15, 19, 21 und 25.
7 Siehe SYNESIS Nr. 15 und 21, sowie ,,Das Jesus-Puzzle“, vom Verfasser dieser Arbeit.
8 ,,Wer war Jesus wirklich?“, Ahmed Oman, Knaur TB, 1994.
9 Siehe z.B. Habakuk- und Nahum-Pesher, tradiert in: ,,Die Qumran-Essener - die Texte vom Toten Meer“, Johann Mayer, München.
10 ,,Das Tuniner Grabtuch, eine gut gelungene Fälschung“, Gernot L. Geise in SYNESIS Nr. 15.
11 ,,Jesus starb nicht in Kaschmir“, Salcia Landmann, München 1996.
Heinz Günther Birk
Das Jesus-Puzzle
Hatte Jesus einen Zwillingsbruder? Wer wurde wirklich gekreuzigt? Wie passen die ägyptischen Pharaonen in das Bild? Wie passen die Aussagen der Qumran-Rollen zur überlieferten biblischen Geschichte? Welche Rolle spielt Paulus in diesem Zusammenhang? Stellt das Turiner Grabtuch wirklich Jesus dar? Und was hat Leonardo da Vinci mit der ganzen Sache zu tun? Diese und andere Fragen untersucht der Autor.
Themenbereich: Religion / Mythen / Sagen
48 Seiten, EFODON-Best.-Nr. DO-37