Analyse eines UFO-Fotos

(c) 2001 Gernot L. Geise

Am 22.06.01 teilte mir Herr R. M. aus N. mit, er habe nach einem Südamerika-Urlaub auf einem seiner Fotos ein merkwürdiges Objekt entdeckt. Er fragte an, ob es sich hierbei eventuell um ein UFO handele, und ob vielleicht aus dem Bild mehr heraus zu holen sei.

Das Originalbild

Bei dem Bild handelt es sich um ein typisches Urlaubsfoto, das am 10.06.2001 von der Insel Aquilla im Titicacasee in Peru gegen 11.00 Uhr Ortszeit aufgenommen wurde, oberhalb eines Steilhanges. Man erkennt im Vordergrund die Küstenlinie mit angelegten Booten an einem Landungssteg. In der Ferne ist das gegenüber liegende Ufer des Sees zu erkennen, darüber der bewölkte Himmel. Und im oberen Bildbereich ist in den Wolken ein undeutlicher Fleck vorhanden.

Herr M. betonte nach meiner Rückfrage, dass es sich keinesfalls um ein Flugzeug gehandelt habe, das hätte er bemerkt. Das Flugobjekt verhielt sich offenbar passiv und erzeugte kein Geräusch, deshalb wurden er und seine Begleiterin auch nicht darauf aufmerksam. Wer achtet schon auf den Himmel, wenn er im Urlaub eine Landschaft bewundert?

Das Foto wurde mit einer Digitalkamera aufgenommen, es musste also nicht extra eingescannt werden, wodurch eventuelle Details hätten verschwinden können.

Zunächst machte ich eine Ausschnittsvergrößerung des Objektes und lud diese der Reihe nach in verschiedene Grafikprogramme. Dazu muss erwähnt werden, dass jedes Grafikprogramm neben den allgemein üblichen Bildbearbeitungsfunktionen wie Helligkeit, Kontrast, Farbintensität, Schärfe- und Unschärfefunktionen usw. eigene Filter zur Bildbearbeitung bereit hält.

Etwas störend erwies sich die JPG-Komprimierung des Bildes, die von den Digitalkameras als Standard vorgenommen wird. Dieses Bild-Komprimierungsverfahren erzeugt nämlich in der Vergrößerung recht unschöne quadratische "Fragmente".

Nach einer ganzen Reihe von Filteranwendungen kristallisierte sich heraus, dass das fotografierte Objekt anscheinend aus zwei einseitig gewölbten scheibenförmigen Elementen besteht, die mit der Flachseite zueinander weisen. Das obere Element scheint größer als das untere zu sein. Zwischen den beiden scheibenförmigen Elementen befindet sich entweder ein Zwischenraum, oder dieser Teil besteht aus einem helleren Material.

Aufgrund der Bildanalyse kann es ausgeschlossen werden, dass Herr M. ein konventionelles Flugzeug fotografierte, auch keinen Vogel oder Wetterballon. Das Objekt ist auch kein Himmelskörper oder eine Wolke. Bei dem fotografierten Objekt handelt es sich offensichtlich um einen scheibenförmigen materiellen, keinesfalls energetisch diffusen Flugkörper, der von der Seite aufgenommen wurde.

Ob es sich hierbei um ein UFO im Sinne eines außerirdischen Raumschiffes handelt, kann anhand der Bildauswertung natürlich nicht gesagt werden. Es könnte sich ebenso gut um einen der strengst geheimen amerikanischen Prototypen handeln, die USA sind ja von Peru nicht allzu weit entfernt. Auf jeden Fall handelt es sich um einen ungewöhnlichen Flugkörper.

Sehr merkwürdig scheint in diesem Zusammenhang vielleicht die Tatsache zu sein, dass am selben Tag der nahegelegene (und einzige) Flughafen in Juliaca überraschend geschlossen wurde. Als Begründung wurde angegeben, dass an der Piste Reparaturarbeiten durchgeführt werden müssten. Als Herr M. auf diesem Flughafen zwei Tage vorher landete, befand sich jedoch die Piste zu diesem Zeitpunkt in außergewöhnlich gutem Zustand, verglichen mit anderen peruanischen Flughäfen. Die befragten Reisebüros wussten auch nichts darüber auszusagen und waren ratlos, da bereits Tickets ausgestellt waren und Touristen erwartet wurden. Schließlich war gerade Hauptsaison. Ob hier jedoch ein Zusammenhang besteht, kann ebenfalls nur vermutet werden. Es könnte ja sein, dass der Flugkörper auf den Radarschirmen des Flughafens erschien und den normalen Flugverkehr behinderte, so dass aus Sicherheitsgründen alle Flugbewegungen abgesagt wurden.

Bie Bildanalyse im einzelnen:


(zurück zur Themen-Übersicht)