© 1999 Pit Schellenberg

Die wechselvollen Bahnen der Erde und die Wärmewirkung des Jupiter

(Veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 34/1999)

Ob wir nun wirklich im Jahre 1999 oder 1704 (nach Abzug von 293 von Heribert Illig herausgerechneten Jahren), oder um das Jahr Tausend (nach den Ermittlungen von Uwe Topper u. a. zur Erfindung unserer Geschichte [1] leben, werden wir vielleicht noch irgendwann herausfinden, wenn Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Wissenschaften und solche an ihren Rändern zunehmend lernen, zusammenzuarbeiten oder auch zusammenzuarbeiten.


Diese Collage zeigt Jupiter mit einigen seiner Monde. War die Erde einst für einen gewissen Zeitraum ein ebensolcher Mond des Jupiter? (GLG-Archiv)


Hans J. Andersen käme nicht immer wieder zu so erstaunlichen und nachvollziehbaren Ergebnissen, wenn er nicht so arbeiten würde. Seine faszinierende Arbeit über das dunkle Zeitalter (2) wirft mir jedoch eine so dicke Frage auf, dass ich sie in die Diskussion bringen möchte: Welche Strahlungsleistung muss der Jupiter für die Erde in der Zeit ihres „Schlingerns” zwischen den Planeten gebracht haben?

Andersen liefert hier eine überschlägige Berechnung für die Planetenabstände währen der Zeit, wo die Erde den Jupiter umkreist haben soll.

Der heutige Abstand der Erde zur Sonne beträgt meines Wissens etwa 155 Millionen Kilometer. Mit Licht- und Wärmestrahlung kommen wir im Mittel dabei recht gut zurecht. Sonst wäre die Erde nicht so übervölkert - hauptsächlich von Leuten. Von unseren Klimaforschern hören wir immer wieder, wie empfindlich wenige Grade Temperaturunterschied unser gesamtes Erdklima und seine Flora und Fauna beeinflussen können.

Und nun soll unsere liebe Erde durch eine kleinere Unpässlichkeit im Gleichgewicht des Systems aus ihrer Bahn auf das etwa Dreifache ihres vorigen - und auch jetzt wieder gegebenen - Sonnenabstandes „weggeführt” worden sein. 450 Millionen Kilometer weit von der Sonne. Etwa ein Drittel ihres vorigen Durchmessers hatte die Sonne dann noch. Das bedeutet aber auch nur noch rund ein Neuntel des vorher gewohnten Licht- und Wärmeeinfalles.

Nur gut, dass die Erde ihre hauchdünne (im Verhältnis zum Durchmesser) Atmosphäre mitnehmen konnte. Die Beschleunigungskräfte in Richtung Jupiter für die Erdmasse müssen nämlich beachtlich gewesen sein. Acht bis neun Jahre waren dafür (nach Andersen) in der Überlieferungsauswertung an Zeit.

Wie lange braucht heute eine - im Verhältnis winzige - Rakete für diesen Weg? Und dann das geschickte Abbremsen in die neue Umlaufbahn des doch wesentlich masseärmeren Jupiter.

Es müssen schon eine Menge kosmischer Einflüsse gekonnt zusammengearbeitet haben. Aber warum nicht? Schließlich ist Zufall auch nur das, was uns zu-fällt. Vielleicht kann mal jemand unter unseren Lesern diese Konstellationen nachrechnen und über die Ergebnisse berichten. Mögliche Änderungen der Jahreslänge auf der Erde sind da in die Energiebilanzen mit einzubeziehen.


Die Erde, wie wir sie kennen. War sie einst - zusammen mit unserem Mond - ein Satellit des Jupiter? (NASA-Foto: Apollo 17-104)


Die Erde bekam also während der Zeit ihrer Sonnenferne nur noch ein Neuntel der bisher gewohnten Licht- und Wärmeenergie. Sie soll aber innerhalb dieser Episode ihrer bewegten Geschichte Eis auf ihrer Oberfläche abgetaut haben. Wie das?

Wenn Jupiter einen mittleren Bahnabstand von 778 Millionen Kilometern zur Sonne hat - und damals auch schon hatte -, die Erde Jupiter umkreiste und einen Abstand von 450 Millionen Kilometern zur Sonne hatte, wie geht das? Zunächst bleibt ein Abstand von der Erde zum Jupiter von rund 320 Millionen Kilometern. Das wäre mehr als das Doppelte der heutigen Entfernung zur Sonne. Jupiter hätte also zu der Zeit mehr als das Vierfache an Wärme abstrahlen müssen wie die Sonne, um etwa einen Ausgleich in Wärme für die Erde zu bringen.

Wenn die Erde, wie angegeben, den Jupiter in dieser Zeit umrundete, dann hatte sie also eine Umlaufbahn um Jupiter im Abstand von 320 Millionen Kilometern. Die vorher angegebenen 450 Millionen Kilometer Abstand zur Sonne müssen dann für den günstigsten Zeitpunkt (Sonnennähe) gegolten haben. Der Mittelwert des Sonnenabstandes der Erde hätte dem Jupiterabstand zur Sonne mit 778 Millionen Kilometern entsprochen. Und der größte Abstand zur Sonne wäre jeweils bei „Sonnen- und Jupiterfinsternis” mit etwa 1100 Millionen Kilometern erreicht gewesen.

Licht- und Wärmeeinstrahlung der Sonne hätten dann nicht einmal mehr ein Neunundvierzigstel des ursprünglichen Wertes betragen. Woher kam die restliche Wärmestrahlung, wenn die Erdoberfläche in dieser Zeit relativ schnell abgetaut sein soll? Wie groß sind Masse und Massewirkung des Jupiter, und wie beeinflussen sich ihre Bahnen zur Sonne wechselseitig, wenn die Erde im angenommenen Abstand den Jupiter umkreist? Die Massedruckwirkung der Erde nimmt mit größerem Abstand zur Sonne auf diese ebenfalls ab.

Strahlt Jupiter eine Energieform ab, die die Erdinnenwärme in seiner „Nähe” wesentlich erhöht? Wenn die beschriebenen Vorgänge so stimmen sollen - und die von Hans J. Andersen angeführten Überlieferungen legen das nahe -, dann sind zur Erklärung der Zusammenhänge hier sicherlich noch ein paar physikalische Hausaufgaben zu erledigen, von denen sich die bisher als gültig erklärte Naturwissenschaft einige schlaflose Nächte holen könnte, falls sie das jemals wollte.

Dem Leben gegenüber, das unsere frühen Vorfahren mitmachen durften - oder mussten -, haben wir heute bislang geradezu gesegnet ruhige Zeiten. Die paar Wirbel, die uns oft so aufregen, sind doch nur von Leuten gemacht, und damit sind sie von Menschen auch wieder zu verändern. Oder müssen wir zum Überleben bald wieder unter die Erde?

Wenn der Jupiter wirklich in überlieferter Zeit unsere „Sonne” gewesen ist, wie waren seine Bedingungen für die Erde? Muss die Erde dann nicht viel näher um Jupiter gekreist sein? Wie weit sind die äußeren Jupitermonde von Jupiter entfernt, und gibt es eine für die Erde kollisionsfreie Umlaufbahn in annehmbarer Nähe von Jupiter? War das eine Zeit, in der Erde und Jupiter einen ungleichen „Doppelplaneten” gebildet haben? Ich weiß, dass Gernot L. Geise annimmt, dass die Erde und ihr Mond eher als Doppelplanet im Sonnensystem anzusehen sind.

Ist möglicherweise während des Erdumlaufes um Jupiter einer seiner kleinen Monde damals mit der Erde zusammengestoßen, und hat die Sintflut und die von Hans-Joachim Zillmer in seinem Buch „Darwins Irrtum” so eindrücklich geschilderten Veränderungen ausgelöst? Zeitlich könnte das etwa hinkommen. Und es könnte auch erklären, dass unter der Erde ein Teil der Menschheit die große Hitzewelle überlebte, wenn die Menschen in dieser Umbruchzeit damals teilweise schon oder noch unter der Erde lebten.

Anmerkungen

(1) Uwe Topper in seinem Buch „Die große Aktion” aus dem Grabert Verlag.

(2) „Das dunkle Zeitalter“ in EFODON SYNESIS Nr. 1/1999 ff.

 


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