Die Sache mit den Zeiträumen

(c) 2000 Gernot L. Geise, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 41 (5/2000)

Heutige wissenschaftliche Erkenntnisse sind bereits morgen überholt. Das  sehen wir   täglich. Das geht heute wirklich in einem derart rasanten Tempo, dass nicht nur Lehrbücher aus den siebziger Jahren bereits heute völlig überholt sind. Beispielsweise wird  die Entstehung des Universums  und  der Erde von der Wissenschaft immer weiter hinausgeschoben. Praktisch von Jahr zu Jahr um einige weitere Millionen (Milliarden?) Jahre zurück in die  Vergangenheit.
Ich habe das Gefühl, dass  unsere  Wissenschaftler nur raten, bis sie sich irgendwann sagen: So könnte es gewesen sein, so klingt es glaubhaft. Als Tatsache kann man  die von ihnen aufgestellten Theorien nicht akzeptieren, weil  sie nur  Konstrukte sind und zu dem angegebenen Zeitpunkt niemand Augenzeuge war. Ebenso verhält es sich mit der  sogenannten Evolution, die mit Recht heute sehr in Zweifel gezogen wird. Die ganze,  bisher vertretene  Evolutionsgeschichte ist letztendlich ebenfalls nur eine Theorie! Und auf der  einen Theorie baut die nächste auf und darauf wieder die nächste. Es ist nichts, aber auch gar nichts,  bewiesen! Es wird Zeit,  dass wir die unterste Theorie widerlegen. Dann kracht  das ganze hübsche Lügen-Theorien-Gebäude der Vergangenheitsentwicklungswissenschaftlerzunft mit lautem Getöse zusammen!
Ich persönlich sehe keinen  Grund, beispielsweise die unlogische  Evolutionstheorie unserer Wissenschaftler zu glauben. Da lobe ich mir die Thesen von François de Sarre (1), wonach der Mensch sich nicht  aus einem affenähnlichen Tier  entwickelt habe,  sondern umgekehrt, der Affe ein Nebenzweig des ursprünglich aufrecht gehenden Urmenschen sei. Sarre (es gab übrigens in den Zwanzigerjahren weitere  Wissenschaftler, die diese Theorie   vertraten) hat seine Theorie völlig logisch aufgebaut, und sie hat zumindest die gleiche Daseinsberechtigung wie die offizielle &bdquAffen-Theorie“.
Damit komme ich zu  den Zeiten. Wie ich  oben schrieb, werden  alle möglichen Ereignisse von der Wissenschaft immer weiter in die Vergangenheit hinausgeschoben. Auch dem kann ich nicht zustimmen. Es ist in meinen Augen ein   einziges bequemes Weglaufen und  Augenverschließen, um sich mit der Thematik so wenig wie möglich auseinandersetzen zu müssen. Klar, je weiter Sintfluten und andere Katastrophen  zurückgeschoben werden  nach &bdquWeitfortistan“ (2), um so  beruhigter kann man sich fühlen, dass heute so etwas nicht mehr passieren kann, es liegt ja soooo weit zurück. Der Velikovsky  (3) spinnt wohl - Katastrophen in  geschichtliche Zeiten hochzuziehen! Heute gibt  es doch keine Katastrophen vorzeitlicher Ausmaße mehr...! Es lässt sich herrlich um Tage streiten (die  der Kalenderfälscher Papst Gregor „der Große”  einfügte), damit man bloß nicht an die Jahrhunderte (und  Jahrtausende) gehen muss (4). Doch die angegebenen Zeiten stimmen nicht hinten  und nicht vorne. Die Erdkruste hat sich nicht vor Millionen und  Milliarden von Jahren gebildet. Das ist ein Ammenmärchen  moderner Machart. Wenn das wirklich so wäre - und das müsste  eigentlich jedem logisch denkenden Menschen einleuchten -, wenn unsere Erde  wirklich so alt wäre, wie es postuliert wird, dann wäre sie heute  völlig rund, ohne jedes Gebirge, ohne  jeden Hügel. In den vorgegebenen Millionen- und Milliarden-Zeiträumen hätte die Natur und die  Erosion alles, aber auch restlos alles eingeebnet. Ich verlasse mich hier  nicht auf  &bdquwissenschaftliche” Untersuchungen, sondern auf Beobachtungen, die jeder selbst nachprüfen kann. Wenn man sich  beispielsweise unsere Alpen mit offenen Augen anschaut, wie sie sich von Jahr  zu Jahr,  langsam, aber sicher, auflösen, wie ganze Gebirgshänge innerhalb von ein, zwei Jahren abrutschen, dann ist es ein  reines Rechenexempel, sich auszumalen, wie lange es noch  dauert, bis sie flach sind. Sicher,  es wird noch ein paar hundert Jahre dauern, aber nicht viel länger! Und das nicht nur wegen unserer  sogenannten Umweltverschmutzung. Man beobache  nur einmal, was passiert, wenn die Natur Regenwasser in  Felsritzen einsickern lässt, das (im Winter) dann friert (und das passiert Jahr für Jahr immer  wieder aufs Neue). Es sind zwar  immer nur ein paar Zentimeter, die so jährlich zerstört werden, doch gegen das  auf Dauer hierdurch erzielte Ergebnis sind Presslufthämmer Spielzeuge.
Es können also  keine Millionen  Jahre gewesen sein, seit sich beispielsweise die Alpen bildeten. Wie gesagt, sie wären schon wieder  weg. Wenn sie alt sind, sind sie nur ein paar tausend Jahre alt! (5)
Ebenso  sieht  es mit der Überflutung Europas aus. Bei Weinheim (Alzey) wurden Haifischzähne und Muscheln gefunden (6), bei Wüllen  (Ahaus, Westfalen) Seeigel (7), bei Kühnring in Österreich  hat man Seekuhskelette und  Delphine gefunden (8), von den unzähligen Muscheln auf den höchsten Bergen einmal ganz zu schweigen. Doch: die seither  verstrichene Zeit war so kurz, dass  keine Versteinerung eintreten konnte! Das  heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass die „Sintflut” von unserer heutigen Zeit zurückgerechnet vor höchstens tausend bis  zweitausend  Jahren stattfand! (Nein, nicht erschrecken, das passt  durchaus, wenn wir nur die uns von der Kirche untergeschobenen tausend zuviel geführten Jahre wieder aus der Geschichte herausziehen).
Ebenso verhält es sich mit der Menschheitsentwicklung. Die  Herausbildung der Intelligenz kann keine rund fünfunddreißigtausend Jahre gedauert haben (9). Der angeblich älteste Vorfahre  des Menschen, der Affe  &bdquLucy”, wird auf 3,2 Millionen Jahre geschätzt (10).  Das ist wissenschaftlicher Schwachsinn der höchsten Güteklasse. Dagegen könnte die Bibel durchaus Recht  haben mit ihrer Schöpfungsgeschichte, dass der  Mensch rund 4000 v.C. erschaffen worden sei. Dies  ist ja bekanntlich eine derjenigen Zeitvorgaben, die immer und überall verlacht wurden  und werden, weil sie angeblich nicht stimmen können: die Wissenschaft  gibt ja schließlich ganz andere Zeiträume  vor (11). Doch die Wissenschaft will uns ja auch glauben lassen, die  Menschheit hätte sich bis vor rund 150 Jahren so gut wie gar nicht entwickelt, und von da ab  raketengleich... Jeder kennt diese  DiagrammKurve. So ein Unsinn! Die Entwicklung ging  immer und jederzeit in genau dem gleichen Tempo vor sich. Es gibt absolut keinen einzigen Grund, warum es nicht so  gewesen sein sollte (12). Und  letztendlich gibt es glücklicherweise  auch Wissenschaftler, die sich Gedanken darüber machten, dass Vorzeitmenschen mit dem gleichen Gehirnvolumen wie unsere heutigen  Mitmenschen eigentlich genauso  intelligent wie wir  gewesen sein müssten... Intelligent ja. Aber dumm geblieben, bis vor 150 Jahren?
Nur, will man die Entwicklungskurve gleichmäßig verlaufen lassen, so  muss man die langen,   angeblichen Zeiträume zusammenstreichen. Und dann bleibt plötzlich eine Entwicklungszeit von nur noch rund fünftausend Jahren übrig. Nein, bitte nicht mit &bdqudatierten” menschlichen Funden   kommen, die  angeblich älter sind. Es gibt sie nicht (13).
Die Datierungen nach der C14-Methode und der hochgelobten Dendrochronologie haben u.a. Prof. U. Niemitz oder Dr. Heribert Illig  schon vor längerer  Zeit  bereits nachhaltig ad absurdum geführt (14). Doch, da es leider keine verlässlicheren Datierungsmethoden gibt, bleibt man bei den erratenen Datierungen.
Alle „wissenschaftlich” angegebenen Daten   stammen von Historikern und wurden „nur” nach Augenschein vergeben („Ätsch! Mein Fund ist älter als deiner! Und außerdem ist dieser Knochen  so und so gebogen, er muss halt so und so alt sein.”). Da  haben  Archäologen selten ein Wort mitzureden und distanzieren sich oft genug von den unrealistischen Historiker-Zeitangaben.
Dann taucht natürlich wieder die Frage auf, woher der (intelligente [?])  Mensch  kommt. Und hier kann man wiederum nur die Fantasie spielen lassen oder Daten und Fakten wie eins  und eins zusammenzählen. Und da kommen möglicherweise wieder unsere „ungeliebten“ Außerirdischen  ins Spiel,  oder vielmehr: die sind wir selbst (15). Doch bevor wir einmal an diesen  Punkt angelangen, müssen wir zunächst unsere dazwischenliegende Geschichte erst gründlich aufräumen.

Aufruf:
Leute, geht mit offenen Augen durch die Welt!
Setzt euch  mit widersprüchlichen Meinungen auseinander! Auch wenn man nicht mit jedem Punkt übereinstimmen kann, es gibt immer  irgendwelche Anhaltspunkte,  die zu neuen Überlegungen führen. Und  selbst, wenn man "nur" versucht, eine Behauptung zu widerlegen und dadurch andere Quellen durchforstet, um auf diese Weise zu neuen  Ergebnissen zu kommen - oder auch  nicht -, es ist  eminent wichtig, dass man sich überhaupt Gedanken darüber macht. Denn nur so kann man zu neuen Erkenntnissen kommen, nicht, wenn man vorgekaute  Meinungen kommentarlos konsumiert!

Anmerkungen
(1) EFODON NEWS Nr. 6/1992 und 11/1992.
(2) Wortschöpfung von Karl May.
(3) Immanuel Velikovski: „Welten im Zusammenstoß” u.a.m.
(4)  Zitat aus: T. Riemer: „Was stimmt nicht mit unserer Zeitrechnung?” in EFODON NEWS Nr. 12/1992.
(5) Nach offizieller Angabe sollen sich  die Alpen vor etwa 150.300 Millionen  Jahren aufgefaltet haben  (Brockhaus).
(6) Zwei Stück davon befinden sich im Besitz des Autors.
(7) Ein Stück befindet sich im Besitz des Autors.
(8) Thomas  Riemer: „Das  Krahuletz-Museum zu Eggenburg oder: Die Seekühe von  Kühnring” in: MYSTERIA Nr. 87/1990, S. 23.
(9) Bei Burgos (Spanien) wurden fossile „menschliche” Knochen entdeckt. Man schätzte  das  Alter auf 250.000 bis 300.000 Jahre. Zu welcher &bdquMenschen”-Gattung sie  gehören, weiß man nicht. (Bild der Wissenschaft Nr. 1/1990, S. 9).
In China (Hexian, Provinz Anhui) wurde  ein Homo  erectus-Schädel entdeckt, der 150.000 bis 200.000 Jahre alt sein soll. Im Gegensatz dazu  fand man bei Jinniushan im Nordosten Chinas einen Homo sapiens-Schädel, der auf  280.000 Jahre geschätzt wurde.  Es wird eingeräumt, dass die Altersbestimmungen eventuell falsch sind. (Bild der Wissenschaft  Nr. 2/1990, S. 119).
(10) Sie befindet sich als Kopie  im Frankfurter Senckenberg-Museum. Diese ca. 1,10  Meter großen Affen als „Menschen-Vorfahren” hinzustellen, ist schon eine besondere Frechheit.
(11) Nur vergisst man dabei, sich die  wissenschaftlich rekonstruierten „Menschen” mal genauer anzusehen: wie  Menschen sehen sie nicht aus, aber sie haben eine verblüffende Ähnlichkeit mit Affen. Wir sehen  sie an und  staunen: Oooh! Unsere Vorfahren! Sind unsere heutigen Affen etwa auch Menschen, nur weil sie  uns entfernt ähnlich sehen???
(12) abgesehen von einigen Rückschlägen, bedingt durch Katastrophen, Seuchen, Kriege u.a.m.
(13) Wir reden hier von „Menschen” und nicht von menschenähnlichen Affen oder  affenähnlichen  Menschen-Vorfahren.
(14) Illig, H.: „Morsches Gebälk” in: Vorzeit-Frühzeit-Gegenwart 1/89, S. 21.
&bdquDer Schuß nach hinten: C14 und das Turiner Grabtuch”, VFG 1/89, S. 24.
&bdqDendrochronologische Zirkelschlüsse”, VFG 3/91, S. 125. Usw.
(15) siehe: Gernot L. Geise: „Unser marsianisches Erbe“, Band 1 - 3, Hohenpeißenberg. 


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