Zeitschlüssel gefunden
(c) Rudi Schulz, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 25/1998
Der Autor hat die aufsehenerregende Feststellung gemacht, dass Zeitangaben in alten Überlieferungen in Marsjahren anstatt in Erdjahren gesehen werden müssen! Diese Zeitangaben werden bisher immer als unrealistisch angesehen, weil sie zu hoch sind. Überlegungen, dass es sich anstatt um Jahres- um Monatsangaben handele, erbrachten keine brauchbaren Ergebnisse, weshalb diese Zahlen meist als mythologische, jedoch nicht reale Angaben gewertet werden. In diesem Beitrag bringt der Autor erste Berechnungen, und wie es aussieht, sind die alten Zeitangaben realer als man bisher annimmt!
Die Chroniken der Sumerer sollen bis über 432.000 Jahre vor Christus zurückreichen. In sumerischen Mythen wird auch von „schars“ gesprochen, das sind Perioden von 3.600 Jahren. 432.000 Jahre entsprechen dann 120 schars.
Auch die Hindus haben Zeitangaben, die mit den sumerischen vergleichbar sind. Ein „Mahayuga“ entspricht 12.000 „göttlichen Jahren“ oder 4.320.000 „menschlichen Jahren“. Danach sind 1200 göttliche Jahre wiederum 432.000 menschliche Jahre.
Der babylonische Priester Berossos (-4. und -3. Jahrhundert) schrieb, unter Benutzung der Tempelarchive, eine babylonische Geschichte und Mythologie in griechischer Sprache. Er machte konkrete Angaben zur Vergangenheit: Vom Beginn der „Herrschaft der Götter“ über das Zweistromland bis zur großen Flut sollen 432.000 Jahre vergangen sein.
Aus den genannten Zahlen ist leicht zu erkennen, dass 432.000 menschliche Jahre = 120 schars = 1200 göttliche Jahre eine besondere Bedeutung haben. Man findet aber keine Erklärung dafür, warum ein göttlicher Tag soviel wie ein menschliches Jahr sein soll, bzw. warum 1200 göttliche Jahre (mit je 360 Tagen) 432.000 menschlichen Jahren entsprechen sollen. Welche Begründung gibt es dafür? Könnte sich das göttliche Jahr nicht eher auf das Jahr eines anderen Planeten, das wesentlich länger ist als das Erdenjahr, beziehen?
Wenn die Götter vom Planeten Phaéton-Nibiru kamen, liegt es nahe, dass sie in Phaéton-Jahren rechneten. Die ungefähre Umlaufszeit des Phaéton kann man mit 4,61 Jahren annehmen. Aber keine Rechnung mit 4,61 ergab einen Anhaltspunkt, dass ein göttliches Jahr so definiert werden kann.
Die ersten Proberechnungen mit dem Marsjahr ergaben gleich zwei bekannte Daten. Die Umlaufzeit des Mars beträgt 1,8808 (Erden-) Jahre. Da sich viele Zeitangaben auf das Sintflutjahr beziehen, muss man dieses Datum kennen. Dieses Jahr war zwar nicht genau bekannt, aber aus vielen Berechnungen hatte es sich erhärtet, dass die Sintflut um das Jahr -2500 stattgefunden haben könnte.
1200 göttliche Jahre vor der Flut stiegen die Götter zur Erde herab.
1200 x 1,8808 = 2256,96 (aufgerundet 2257 Jahre)
2500 + 2257 = 4757 Jahre vC
Diese Jahreszahl hatte auch Nostradamus in seiner ersten Berechnung über die Vergangenheit genannt. Die Kirche war mit dieser Zahl nicht einverstanden, und er korrigierte sie in seiner zweiten Berechnung auf 4173 Jahre vC. Er selbst bemerkte dazu: „- in diesem Falle unterwerfe ich mich der Korrektur des heiligen Gerichtshofes“.
Die sumerischen Mythen berichten, dass die Arbeitsgötter 40 schars (= 400 göttliche Jahre) lang die schwere Arbeit erduldeten. Dann streikten sie, worauf die Götter beschlossen, Menschen zu schaffen. Der Streik der Arbeitsgötter war demnach 80 schars oder 800 göttliche Jahre vor der Flut.
800 x 1,8808 = 1504,64
2500 + 1504 = 4004 Jahre vC
Schon 1654 nannte der Erzbischof von Armagh, James Ussher, als Schöpfungsdatum den 24. März 4004 vC. Mit dem Geburtsjahr Adams hat dieses Jahr aber nichts zu tun, denn nach den Bibeldaten müsste er schon -4156 geboren sein. Nostradamus nannte das Jahr -4173, womit er nur siebzehn Jahre daneben lag. Ob die Bibeldaten stimmen, haben uns die Götter mit einem Gleichnis beantwortet:
Von der Ankunft der Götter (-4757) bis zur Geburt Adams (-4156) vergingen 601 Jahre. Auch Noah war 601 Jahre alt, als die Flut zurückging. Das Ende der Flut war die Neugeburt der Welt, vergleichbar mit der Neugeburt des Menschen. Von -4757 bis zur Geburt Noahs (-3100) waren 881 göttliche Jahre vergangen, desgleichen von Adams Geburt bis zum Ende der Flut. Wieder ein Zeitabschnitt mit einer ungeraden Zahl. Somit war auch Noahs Geburt göttliche Fügung und kein Zufall.
War die Sintflut ebenfalls kein Zufall? Wahrscheinlich nicht, denn die Katastrophe im All, die Explosion des Planeten Nibiru, war den Göttern zwar schon tausende Jahre vorher bekannt, der Zeitpunkt war aber nicht zu beeinflussen. Dass Jesus 2500 Jahre danach geboren wurde, könnte in Erinnerung an dieses denkwürdige Jahr festgelegt worden sein. Es gibt noch andere Hinweise, dass die Geburt Jesus Christus kein Zufall war, sondern schon lange vor der Flut feststand:
-3761 wurde in Nippur der Kalender eingeführt und mit der Zählung der Jahre begonnen. Es ist das Jahr Null der Juden. Eine Rechnung beweist die göttliche Planung:
3761 : 1,8808 = 1999,68 (aufgerundet 2000 göttliche Jahre)
Jesus wurde also genau 2000 göttliche Jahre nach -3761 und genau 2500 Erdenjahre nach der Flut geboren.
Die Zahl 3761 enthält somit auch den Zeitschlüssel 3761 : 2000 = 1,8805
Ob es Zufall oder Absicht war, nach der Bibel wurde auch Mahalalel im Jahre -3761 geboren. Die wesentlichen Daten haben uns die Götter in einem grandiosen Zahlenspiel, teils verschlüsselt, über ihre Zeitrechnung oder in Erdenjahren mitgeteilt. Ob es für die Zeit nach der Flut ebenfalls Datierungshinweise über die göttlichen Jahre gibt, konnte ich bisher nicht feststellen. Man kann aber davon ausgehen, dass auch nach der Flut alles göttliche Planung war. Es scheint so zu sein, dass sich deutliche Hinweise zur Datierung ergeben, wenn man die jüdische Zeitrechnung zugrunde legt. Danach ist Abraham wahrscheinlich im Jahre 1600 geboren, also nach der christlichen Zeitrechnung
3761 - 1600 = -2161
Der Salomonische Tempelbau begann wahrscheinlich im Jahre 2800, also -961.
Es bleiben natürlich viele Fragen unbeantwortet. Warum rechneten die Götter mit Marsjahren? Kamen sie nicht vom Planeten Phaéton-Nibiru, sondern vom Mars? Warum haben sie die Erde wieder verlassen, und wohin gingen sie?
Wie ich gelesen habe, ist die Kenntnis von Königslisten von zufälligen Tontafelfunden abhängig. Man kennt wahrscheinlich noch nicht alle. Mein Problem liegt darin, dass ich nicht über genügend Literatur verfüge. In ,,Adams Planet” fand ich den Text über die sumerischen Urkönige:
„Als das Königtum vom Himmel kam, war Eridu das erste Königtum. A.LU.LIM wurde König in Eridu, er herrschte 28.800 Jahre. A.LAL.GAR herrschte 36.000 Jahre. Diese zwei Könige herrschten 64.800 Jahre. Eridus Königtum wurde auf Bad Tibira übertragen. EN.MEN.LU.AN.NA herrschte in Bad Tibira 43.200 Jahre; EN.NEN.GAL.AN.NA herrschte 28.000 Jahre. Der göttliche Hirte DU.MU.ZI herrschte 36.000 Jahre. Drei Könige herrschten 108.000 Jahre... Acht Könige herrschten 241.200 Jahre. Dann kam die Flut.“
Im „Lexikon der außerirdischen Phänomene“ waren acht Urkönige aufgeführt. Die Summe der angegebenen Herrscherzeiten dieser acht Urkönige ergibt ebenfalls 241.200 Jahre, genauso wie es im Text genannt wird.
Was mich verwirrt, ist, dass ich immer von zehn Urkönigen lese. In der Literatur werden die zehn Urkönige mit den zehn Patriarchen gleichgesetzt. Der König Ziusudra soll mit Noah identisch sein, denn auch von ihm wird in den Mythen berichtet, dass er ein Schiff baute, als die Sintflut bevorstand. EN.ME.DUR.ANNA, der 7. König von Sippar (= Enmeenruanna, der 7. König in der Königsliste?) soll Henoch, der 7. Patriarch, gewesen sein. Demnach würden der 8. und 9. König in der Liste fehlen. Ich glaube fast, es waren nur diese acht genannten Könige. Wenn man sich aber den Text betrachtet: „Als das Königtum vom Himmel kam“ und „Der göttliche Dumuzi...“, so kann man mit Sicherheit sagen, dass diese Könige keine Menschen von der Erde waren. Interessant ist, dass die Entschlüsselung der Zahl
241.200 : 360 x 1,8808 = 1260,14 Jahre vor der Flut ergibt.
2500 + 1260 = -3760.
Es fehlt nur ein halbes Marsjahr (670,5 statt 670) und man errechnet das Jahr -3761.
Es ist ja bekannt, dass Moses die Gesetzestafeln codierte. Möglicherweise multiplizierte er nur ganze Marsjahre mit 360 oder es war wirklich im Jahr -3760, als der erste König über das Land Sumer gesetzt wurde. Louis Carpentier meinte: „Es ist durchaus möglich, daß in den von Moses vergrabenen Büchern der geheimnisvolle Schlüssel für das Verständnis der Gesetzestafeln verborgen war“ und „...codierte Moses diese Formel, um ihren Mißbrauch durch Uneingeweihte zu verhindern.“
Es gehört nicht viel Fantasie dazu, um zu erkennen, dass man den Schlüssel für die Zeitberechnung bisher noch nicht gefunden hat. Die Berechnung der Zeiten nach der Flut ergibt ebenfalls ein interessantes Ergebnis. Zugrundegelegt hatte ich die präzisen Zeitangaben über die Dynastie von Akkad (-2340 bis -2160) in dem Buch „Die geheime Botschaft des Gilgamesch“.
Ich errechnete die 25-jährige Lugalzagesi-Zeit zuerst von Sargons Machtergreifung im Jahre -2340, was sich als falsch erwies: Lugalzagesi hatte Uruk als Residenzstadt erwählt. Nachdem Sargon Urzababa gestürzt hatte, unterwarf er erst den Norden Sumers und teilte das Reich des Lugalzagesi. Helmut Uhlig schreibt:
„Wir wissen nicht, wann Scharrukenu zum entscheidenden Schlag gegen den inzwischen alt gewordenen König Sumers ausholte“.
Es ist durchaus möglich, dass Sargon im 4. Regierungsjahr den vernichtenden Schlag gegen Lugalzagesi führte.
Berechnet man jetzt den Beginn der 25-jährigen Herrschaft des Lugalzagesi vom Beginn der 2. Dynastie von Ur (-2336), dann erhält man das Datum -2361. Dieses Datum kommt mir sehr bekannt vor, denn 3761-2361 = 1400 nach dem jüdischen Kalender. Waren auch diese Vorgänge von den „Göttern“ gesteuert? Auf jeden Fall war es ein historisches Datum, denn Lugalzagesi brachte die langersehnte Vereinigung Sumers (Er war aber ein ungerechter König).
Für die Berechnung der 1. Dynastie von Uruk fand ich in der Literatur nur Zeitangaben, die offensichtlich nicht Jahre, sondern eher Monate sein konnten: Kusch = 324, Nimrod = 420, Dumuzi = 100 und Gilgamesch = 126. Für Lugalbanda fand ich keine Angaben, daher bleibt die Berechnung wieder einmal Spekulation.
Nach der Bibel wurden den Söhnen Noahs erst zwei Jahre nach der Flut Nachkommen geboren. Man kann annehmen, dass Kusch -2497 geboren wurde und mit 36 Jahren, im Jahre -2461, als König über Uruk gesetzt wurde. Ich hatte schon die Zahl 2460 hingeschrieben, aber wenn ein System erkennbar ist, würde eher 2461 passen. Dann hätte die erste Dynastie von Uruk (möglicherweise auch die anderen ersten Dynastien) genau 100 Jahre gedauert, und bis zum endgültigen Ende aller drei Dynastien im Jahr -1961 wären dann 500 Jahre vergangen. Für mich wird es immer wahrscheinlicher, dass die Könige von den „Göttern“ eingesetzt wurden, denn in den Mythen wird das immer wieder betont. Über Lugalzagesi schreibt Helmut Uhlig: „Er war kein Sargon, der sich dann Gott nannte, so sehr Lugalzagesi auch selbst um die Gunst der Götter buhlte.“
„Reinigungspriester des Himmelsgottes An, von Enlil eingesetzter König, Großwesir des Mondgottes, Statthalter Utus, des Sonnengottes von Larsa“ waren nur einige der anspruchsvollen Titel, die ihn dann freilich doch nicht vor der Niederlage und dem endgültigen Sturz bewahren konnten.
Hier noch einige Fakten:
- Mesilim vermittelt zwischen Umma (Enakalli) und Lagasch (Urnansche)
- Eannatum siegt über Umma (Enakalli).
Literatur
Kurt Allgeier: Die großen Prophezeiungen des Nostradamus in moderner Deutung, München 1991
Johannes v. Buttlar: Adams Planet/Sie kommen von fremden Sternen, München 1995
Johannes v. Buttlar: Die Wächter von Eden, München 1993
Friedrich Naab: Die großen Rätsel und Mythen der Menschheit, Augsburg 1996