Zeitreisen

© Rainer Schenck, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 4/1994

 

Es ist in der Regel so, dass eine »Science-Fiction« im Rahmen der Vorstellungen der jeweiligen Gegenwartszeit als Synonym für eine hochgradig unrealistisch erscheinende Sache steht. Science-Fiction wird zumeist eben als reine Fiktion angesehen, oder vielmehr abgetan. Genauso hat sich aber in aller Regel gezeigt, dass eines jeweils nicht allzu fernen Tages zu dieser Gegenwart die Eigenschaften der damaligen »Science-Fiction« nicht nur realtechnisch erreicht, sondern sehr oft sogar weit übertroffen wurden, wobei man allerdings zeitliche Abstände von fünfzig bis hundert Jahren und mehr rechnen muss.

Das gilt heute genauso! Das, was dem heute sich irrtümlich und überheblich als aufgeklärt bezeichnenden Menschen völlig unmöglich, bis hin zu physikalisch absolut ausgeschlossen erscheint, also als reine und typische »Science-Fiction«, zeichnet sich hingegen selbst heute schon bei manchen Forschern als alles andere denn pure Fantasie ab.

Die erstaunlichsten Gebiete werden heute als vermutliche Science-Fiction berührt: veränderlicher Zeitablauf, Parallelzeit, Parallelräume, Zeitlosigkeit und Hyperraum, Nullzeitraum, Vakuumfeld-Energie bzw. Energie des so genannten leeren Raumes, Aufteilung der Zeit in Quanten und Subquanten (Chrononen u. a. m.), Zeitwinkel, Zeitrotation, Zeitsprung. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft werden nicht mehr als so absolut gesehen, wie durch die Jahrhunderte zuvor. Es werden Fragen an die Kausalität1 gestellt. Man spricht von Tunnels und Wurmlöchern, wie so oft unter naivster Bezeichnung wissenschaftlich fantastische Aspekte benannt werden, und die genau der gängigen Kausalität widersprechen. Esoterik und uralte Überlieferungen, uraltes Wissen (?), Kenntnisse und Effekte erscheinen in neuem Licht. Prophetien? Kausalität? Gibt es eine Kausalität mit umgekehrter Reihenfolge, wo die Wirkung der Ursache vorausgeht? Selbst das gibt es, und es ist auf seine Weise so alltäglich, dass man das Geheimnisvolle dieses scheinbar akausalen Vorganges nur zu leicht übersieht. Setzen beispielsweise Prophetien - sollten sie tatsächlich wahr sein - die Wirkung vor die Ursache?

Wo fängt die Kausalität denn an? Das führt rasch zu Fragen über den Ursprung allen Seins, was immer das ist. Ist unser Sein (nicht) generell eine Frage des Bewusstseins? Gibt es ohne Bewusstsein kein sonstiges Sein, keine Umwelt, kein Da-Sein?

Wann und wie entstand das Universum? Wenn es im Sinne einer Ursachen-Wirkungs-Folge entstand, wann und wie entstand es eben kausal, und: Gab es ein Zuvor? Oder ist das Universum absolut ewig, ohne Anfang und Ende? Führt alles in eine totale Stagnation?

Eine der mir rätselhaftesten Erscheinungen ist die »Existenz« des Bewusstseins, und dabei n.v.m. die Kausalkette »Gedankenauslösung - Gedanke - Gedankenrealisation« in Form einer physikalischen Aktion. Eine »rein« physikalische Kausalkette ist uns so alltäglich, wie nur sonst etwas. Dass zu ihrer Erkennung aber Bewusstsein Voraussetzung ist, und dass häufig erst das Bewusstsein und der Gedanke als absolut notwendige Voraussetzung diese Kausalkette initiieren, das ist den wenigsten Forschern, geschweige den Durchschnittsmenschen, klar. Naturwissenschaftlich wird diese Kette in der Regel tunlichst außer acht gelassen, ja geradezu geleugnet, weil man (andererseits Gott sei Dank) einfach mitnichten mit ihr zurechtkommt.

Die scheinbar einfachsten Vorgänge erscheinen "wissenschaftlich" schon dermaßen kompliziert, dass wohl keine zwei Wissenschaftler auf der Erde sie genauer erklären können. Nichtsdestoweniger entspricht in zahllosen Prozessen der Umgebung nicht die übliche, und derartig gepredigte und gelehrte Physik der Kausalität, sondern der Gedanke, die Idee, und darüber hinaus der Entschluss, diese Idee in die Tat umzusetzen bzw. sie sozusagen zu materialisieren. In diesem Zusammenhang ist es eine hochinteressante Frage, ob Pflanzen, Tiere und sogar »tote Materie« ebenfalls Formen irgendeines Bewusstseins besitzen?

Damit haben wir einen weiteren Einstieg ins Thema: Auch wenn die Kausalkette Gedanke - Tat (Materialisierung oder physikalisch-materielle Umsetzung eines Gedankens) derzeit ein nahezu völliges Rätsel für die hiesige Forschung ist, lassen sich trotzdem auf allgemeine Art eigenartige Kausalitäten erkennen, die alles andere denn als solche klar bekannt sind, geschweige in gängiger physikalischer Weise gesehen. Und gerade solche Ursachen-Wirkungs-Effekte führen zu hochinteressanten Folgerungen, etwa zum Thema Zeitreise oder zum Charakter von Zeit-an-sich, oder was Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft denn als solche an zahllosen Rätselhaftigkeiten bergen. Auch wenn das Thema hier nicht gründlicher ausgeleuchtet werden kann. Gottseidank ist die Forschung bei dieser Kausalkette vor einem sehr großen Rätsel angelangt, denn in etwas veränderter Weise ist die Existenz dieser Kette nur zu gut bekannt, und alle Welt versucht, die Dinge von da aus zu steuern, nämlich genau von da aus, wo sie ansetzt: an der Kontrolle der Gedanken. Wer die Gedankenkette kontrolliert oder zumindest zu seinem Zweckinteresse hin manipuliert, der hat Einfluss auf die Kausalkette »Gedanken des Beeinflussten - Verhalten des Beeinflussten«. Auf dem bauen die Massenmedien und das Fernsehen, Dogmen und Theorien, Vermutungen und Glauben, Religion und Kindermärchen, Gesetzgebung und Gehirnwäsche auf: auf der Beeinflussung der Gedanken, und das gewöhnlich aus negativen, egoistischen, geld- und machtgierigen Motiven heraus. Das Gleiche gilt für fast sämtliche Werbung, Mode, Trends, Suggestionen und weltanschauliche Meinung: den wenig oder unbegründeten Glauben in die Richtigkeit einer Handlung zu erzeugen, um damit eine bestimmte Verhaltensweise wie Kauf, Unterordnung, unkritische Akzeptanz, Gesetzgehorchen und moderne Sklaverei usw. usf. hervorzurufen. Hat man die Gedanken der Menschen unter Kontrolle, im Guten wie im Schlechten, und die eigenen wie die anderer Wesen, so kann man deren Verhalten genauso im Guten wie im Schlechten beeinflussen und (aus) nutzen, Jahrhunderte und Jahrtausende lang.

Nichtsdestoweniger ist der physikalische oder naturwissenschaftliche Prozess dieser Kausalkette auch nicht einmal ansatzweise bekannt. Es existieren nur mehr Mutmaßungen á la Chemopotenziale, Speichermoleküle, Elektronikprozesse usw. Wohl gibt es immer wieder Ansätze allgemeiner, eher philosophischer Art, dass die geistigen Prozesse vor den Materiellen stehen und deren Mitauslöser sind, doch was eben tatsächlich naturwissenschaftlich dazu vorgeht, ist ein totales Rätsel. Mir selbst ist auch nur ein einziger Fall in der Forschung bekannt, wo Gedankenprozesse für Kausaleffekte bis hin in den Atomaufbau als Grundvoraussetzung, und noch dazu physikalisch-mathematisch, vorausgesetzt werden, doch dieser Arbeitsbereich fällt genau in die Definition von Science-Fiction, gesehen für die heutige Zeit. Andererseits gut, dass diesen Fragen selbst auf kaum absehbar lange Zeit hin nicht beizukommen ist, denn sonst wäre bald, vielleicht schon längst, alles Leben auf der Erde ein reines Roboter-Dasein, gelenkt von Bestien in Menschengestalt. Wenn auch die Wissenschaft mit zügigen Schritten auf derartige Ziele hin arbeitet, so ist es extrem unwahrscheinlich, dass ihr eine derartige Manipulation und Tyrannei je gelingt. Und wenn doch, so ist sie von vorneherein zur Selbstauslöschung verflucht, denn die Tyrannen würden aussterben, und der abhängige Rest wäre nicht überlebensfähig. Nicht zuletzt besteht zudem die Chance von außerirdischen Gegenmaßnahmen gegen einen solchen hoch entwickelten Wahnsinn.

Doch zurück zur Kausalkette Gedanken - Materialisation, um den Einstieg in eine Erklärung sehr seltsamer Science-Fiction-Aspekte zu bekommen, die eigentlich gar keine Science-Fiction sind: Wir wissen an sich, dass nahezu vor jeder Tat, also jeder physikalischen Kausalkette, der Gedanke dazu, sowie der Entschluss steht, eben diesen Gedanken zu realisieren. Wir müssen weiterfragen: Was beeinflusst oder erzeugt diese auslösenden Gedanken (ohne die naturwissenschaftliche Abfolge Gedanke - Aktion klarer erkennen zu müssen)? Es sind insbesondere Ideen und Pläne. Pläne wiederum sind sozusagen Aktionen der Zukunft, womit in besonderer Weise sehr häufig die Zukunft eine Kausalkette der Gegenwart beeinflusst. Hier haben wir einen der antikausalen Fälle, gemessen am üblichen Verständnis: Das Ergebnis verursacht die Wirkung, die das Ergebnis auslösen soll. Der Plan für die Zukunft beeinflusst das Handeln der Gegenwart.

Es geht aber auch umgekehrt, genauso selbstverständlich: »Die Vergangenheit wird aufgearbeitet«, wie das so schön heißt. Oder: Man lernt aus der Vergangenheit, aus Fehlern. Was passiert kausal? Ein Ereignis aus beliebig ferner Vergangenheit beeinflusst gedankenkausal und effektiv das Verhalten in unserer Gegenwart und in die Zukunft hinein, je nachdem. Alle möglichen Mischformen sind denkbar. Ein für die Erklärung weiterer Vorgänge sehr wichtiger Aspekt ist dabei der: Die Betrachtung der Vergangenheit oder der (möglichen) Zukunft verändert die Handlung der Gegenwart und hat damit in der Regel kausalen Einfluss auf den physikalischen Ablauf. Die Betrachtung und die Erkenntnis der Gegenwart und der Zukunft ändert jedoch nicht die faktische Vergangenheit! Sie ändert nur deren Bewertung.

Die Vergangenheit ist (wie) eine Chronik. Alles, was war, ist unveränderlich geschehen. Man kann es allenfalls anders ansehen und Verhaltensänderungen für die Zukunft ableiten.

Nun kommt jedoch eine große Besonderheit ins Spiel: die Kausalkette in der Vergangenheit kann, zunächst einmal gedanklich, direkt aus der Zukunft gesteuert sein. Hier schließt sich irgendwie der große Kreis, dass vielerlei Zeit (-epochen) Ursache und Wirkung sein können. Ein Plan der Zukunft kann die Gegenwart, scheinbar antikausal, beeinflussen; eine Überarbeitung der Vergangenheit kann die Gegenwart und die Zukunft beeinflussen. Außerdem spielen überall Aspekte und Grundsätzliches einer Welt der Gedanken und die Kausalität Gedanke - Gedankenrealisation via eine physikalische Handlung hinein. Es ist also alles hochgradig eine Verwicklung von Materiellem gegenüber Bewusstseinsprozessen.

Mehr am Rande sei die Frage gestellt, was überhaupt Gegenwart ist? Vergangenheit und Zukunft lassen sich beliebig nahe (wie nahe eigentlich?) aneinander bringen. Es bleibt sozusagen nichts mehr übrig für die vermeintliche Gegenwart. Vielleicht das berühmte Chronon, die kleinste Zeiteinheit? Oder doch etwas anderes, eine Unterstruktur der Zeit an sich?

Wie auch immer, und das ist etwas sehr Besonderes: Wohl ist die Vergangenheit unveränderlich, doch die Kausalkette der Vergangenheit kann durchaus von der Zukunft her usw. beeinflusst sein. Das heißt für den materiellen Bereich: Eine Handlung und irgendein Geschehen könnte von der Zukunft her, etwa im Rahmen einer Zeitreise, ausgelöst worden sein. Wir würden es in der Gegenwart auf jeden Fall als Vergangenheit sehen, und könnten es nur mit einer sehr fortgeschrittenen Technik feststellen, wenn der materielle Auslöser tatsächlich aus der Zukunft heraus erfolgt wäre. Kausal widerspricht es sich nämlich nicht.

So könnte man, um ein oft zitiertes Beispiel zu nennen, in die Vergangenheit reisen, sich dort selbst begegnen (man würde sich gegenüber »sich selbst« beispielsweise als fremder Besucher vorkommen), und könnte sich selbst (das heißt wohlgemerkt: Sein "Selbst" einer anderen Zeit) umbringen, und dennoch keineswegs die Folgen der Nichtexistenz in der Zukunft erleiden. Dieses Rätsel ist relativ einfach über die Tatsache der Inkarnation lösbar (sonst wäre es wahrscheinlich wirklich unlösbar). Der Ermordete, um bei dem üblichen krassen Beispiel zu bleiben, der ich selbst, aber in einer anderen Zeit, bin, inkarniert bis in die Gegenwart oder sogar darüber hinaus. Der Mörder, das Ich einer anderen Zeit, bleibt in der betreffenden Vergangenheit hängen, oder es zieht sich in irgendeine (oder die Start-) Zukunft zurück.

Geschichtlich erscheint alles als »normaler« Mord, denn die eigentliche Herkunft des Mörders wäre völlig unverständlich. Sollte ich dabei selbst in dieser Vergangenheit »stecken bleiben« (man vergleiche in diesem Zusammenhang übrigens die anscheinend doch gut bestätigten Sichtungen von »Geisterschiffen« u.v.m. aus anderen Zeitepochen!) und darin umkommen, zumal sie für mich im Rahmen einer Zeitreise nahezu völlig aktuelle Gegenwart wäre, zu der ich die sichere Zukunft kenne, so würde das so aussehen:

Für die Gegenwart von heute ereignet sich ein unerklärliches Verschwinden. Die Geschichtsschreibung meldet vielleicht den Tod eines Unbekannten (oder auch eines Bekannten, vielleicht eines berühmten Wissenschaftlers mit Zukunftswissen), ich selbst aber inkarniere über eines oder mehrere Parallel-Leben zeitverschoben zu mir selbst bis in die Gegenwart. Zur Erklärung langen im übrigen entweder zwei Inkarnationen über die Zeitspanne »Vergangenheit der Zeitreise« bis zur Gegenwart, oder man nimmt nur eine Inkarnation auf einen Zeitpunkt später als den Beginn (die damalige Gegenwart) der Zeit-Rückreise an. Anders entstünde ein unmöglicher (?) Kreisschluss Gegenwart-Vergangenheit-Inkarnation-Gegenwart-Zeitrückreise.

Ähnlich liegt das Problem einer Reise in die Vergangenheit, in der man, um beim Beispiel zu bleiben, seine Eltern töten würde. Geschichtlich wäre es ein »ganz normaler« Mord, kausal aber so zu lösen, dass ich selbst entweder als zeitverschobener Doppelgänger damals schon lebte und durch die Inkarnationen hindurch einfach bis heute wiedergeboren wurde. Oder ich weiß zwar irgendwie, dass die Getöteten meine Eltern werden, die aber zu dem Zeitpunkt ihres Todes eben noch keinesfalls meine Eltern sind, sondern erst in einer späteren Inkarnation. Was eben nicht geht, ist, dass ich sie in der Vergangenheit töte, und sie mich trotzdem in dieser Vergangenheit zur Welt bringen, denn das gesamte damalige Ereignis ist in allen physikalischen Konsequenzen materieller Art schon historisch verzeichnet! (Entweder hatte ich sie getötet, und ich wäre tatsächlich nicht geboren worden. Verzeichnet aber die Geschichte meine Geburt, so ändert auch eine Zeitreise dies nicht, weil es die Vergangenheit anders verzeichnet. Alle physikalischen Kausalitäten bleiben nämlich in der Vergangenheit absolut unveränderlich.)

Ein anderes Beispiel: Man verpflanzt mittels einer Zeitreise irgendeine heutige Hochtechnik in die Vergangenheit. Sie würde dann in den heutigen Geschichtsbüchern beispielsweise als »Genialität«, »außerirdische Technik«, »Inspiration«, »Geistererscheinung« usw. vermeldet; ja man könnte (kann?) die Spur ihrer Folgen bis heute verfolgen, was dem doppelten Kreisschluss oder einer »zeitlichen Resonanzverstärkung« entspräche. Übrigens eine starke, mögliche Entwicklungsbeschleunigung, die immer denkbar ist, also genauso für heute.

Ein ähnliches Kapitel sind die Prophetien. Warum sollte nicht über geistige Kanäle entweder in die Vergangenheit hinein, oder genau entsprechend aus der Zukunft in die Gegenwart hinein ein Geschehen mitzuteilen sein? So wie etwa ein Wissen der Gegenwart unserer Zeit, wenn es mittels einer Zeitreise in die Vergangenheit übertragen werden würde, dort eben als typische und absolut sichere Prophetie erscheinen würde. (Auf das zusätzliche Problem möglicher Mehrfachwelten sei hier nicht näher eingegangen. Dort sollen mehrere mögliche Varianten, der Theorie nach, vollmateriell durchlaufen werden können. Dies wäre umgekehrt ein Hinweis, auf eine noch weitaus mehr geistige Welt auch der vermeintlich reell-materiellen, wonach dann Gedankenspielereien materielle Varianten anderer Dimensionen wären ...). Eine Prophetie würde also absolut Unveränderliches bzw. eine absolut sicher auftretende Zukunft angeben. Selbst dann noch, wenn das Wissen um diese Zukunft hochgradigen Einfluss auf das Verhalten in dieser Vergangenheit hat (te), denn diese Veränderungen haben sich genauso schon bis in die Gegenwart hinein ausgewirkt; (eine doppelte Rückkopplung).

In diesem Zusammenhang sei es bemerkt, dass die heutige Physik sämtlichen (!) Strahlungsquanten im Grunde Zeitlosigkeit zugesteht, oder auch, dass diese zu keiner Zeit bzw. zu jeder Zeit gehören, egal ob dann Vergangenheit, Gegenwart (die es eigentlich gar nicht gibt?) oder Zukunft. Oder ist die Zeit selbst eine Illusionserscheinung völlig anderer Prozesse?

Mit anderen Worten zur Strahlung und anhand einiger Hinweise zu tatsächlichen Zeitreisetechniken: Materie kann, über ihren Strahlungs- oder Zerstrahlungszustand, schon aus der Sicht der heutigen Atomphysik in jede Zeit aus einem Zeitlosigkeitskanal heraus (der Hyperraum oder Nullzeitraum der Physik) transformiert werden, was die berühmten Zeitreisen nun doch, im physikalischen Sinne, plausibler macht.

Zusammengefasst ergibt sich nochmals:

Die gesamte Vergangenheit ist ein unveränderliches, geschichtliches Faktum, doch die Einflüsse »von damals« lassen sich trotzdem als kausal von der Zukunft her gesteuert betrachten. Die Effekte solcher Eingriffe erscheinen dann genauso als geschichtliche Tatsachen. Nichtsdestoweniger können sie von heute, wie von unserer Zukunft heraus verursacht worden sein oder »werden« ... Sie erscheinen, wenn überhaupt, in auffälliger Weise, als Kuriosum, als unerklärlicher Vorgang, als »ungeklärter Mord« usw. usf., oder wiederum als Genialität, geniale technische Inspiration und was immer. Inkarnation und Aspekte heutiger Zeitlosen-Zustände (Atomphysik, Strahlungsquanten) überwinden mit Leichtigkeit die üblichen, scheinbaren kausalen Widersprüche.

 

Anmerkung

(1)    Anm. d. Red.: Kausalität [lat.], Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung; in der Philosophie die Annahme, dass jede Veränderung eine Ursache hat, d. h., dass jedes Ding, Ereignis notwendig von einem anderen Ding, Ereignis abhängt (Kausalprinzip). In der klassischen Physik (Mechanik) gilt als Kausalgesetz, dass jede raumzeitliche Veränderung eine Ursache hat. Dieser Zusammenhang ist mathematisch durch Differenzialgleichungen nach der Zeit darstellbar. In der statistischen Physik (Atom-, Elementarteilchenphysik) sind die Reaktionen der einzelnen Atome, Elektronen u. a. nicht durch kausal determinierte Gesetze beherrschbar, sie unterliegen nur statistischen Gesetzen.  (Meyers Lexikon, 1993)

 


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